Landesliga | Guido Steinacker | 07.11.16

Den Seriensieger gestoppt

Die TSG Hechtsheim hat den Höhenflug des VfR Grünstadt beendet und sch einen schönen Erfolg zum Abschluss der Landesliga-Hinrunde gegönnt.
Michael Mader brauchte gegen den VfR Grünstadt nicht einmal eine Minute für den ersten Treffer des Tages.
Michael Mader brauchte gegen den VfR Grünstadt nicht einmal eine Minute für den ersten Treffer des Tages. | Archiv/Eßling

Hechtsheim. Ganz genau kann man es nie wissen, in welche Richtung der Pendel bei der TSG Hechtsheim gerade ausschlägt. Dass es zum Hinrundenabschluss in der Landesliga mit einem Heimsieg gegen das Erfolgsteam der vergangenen Wochen klappen würde, durfte Trainer Tobias Rieger im Vorfeld bestenfalls hoffen. Doch das 3:2 (2:0) über den VfR Grünstadt war ein Beleg dafür, dass es für die TSG auch bei nicht optimalen Abläufen zum Sieg reichen kann.

„In der ersten Halbzeit war unsere Abschlussschwäche deutlich zu sehen“, berichtet Rieger. Nicht von Anfang an allerdings, denn gleich in der ersten Minute brachte Michael Mader die TSG in Führung. Nachwuchsstürmer Ali Sengül allerdings, der mit Ljubo Dragun zusammen die Angriffspositionen besetzte, hatte mehrere freie Abschlüsse, so dass sein Tor zum 2:0 (20.) fast ein bisschen mager als Ausbeute war.

Gute Verteidigung erlaubte verpasste Chancen

Aber die TSG konnte sich das leisten, „verteidigt haben wir diesmal sehr gut“, betont der Trainer. Und als Dragun zehn Minuten nach Wiederbeginn das 3:0 nachlegte, war die Hoffnung mehr als berechtigt, dass die Hechtsheimer in aller Souveränität ihren Heimsieg einfahren würden.

Doch dann kam der Lapsus von Björn Müller dazwischen. Der TSG-Torhüter ließ beim Versuch, einen mit den Armen aufzunehmen, zwischen den Beinen hindurch ins Netz flutschen (3:1, 75.). Und auch Abdehafid Darrah hatte aus alter Tradition seine unglückliche Szene: Der 3:2-Anschlusstreffer fünf Minuten vor dem Ende war ein Eigentor des Innenverteidigers.

Also hatte die TSG doch noch ihr zittriges Spielende, das sich scheinbar vermeiden ließ. „Wir haben den Gegner selbst zum Endspurt eingeladen“, schloss Rieger. Und ist mit dem Sieg, ob knapp oder üppig, angesichts der Rolle des Gegners allemal zufrieden.

TSG Hechtsheim: Müller - Gök, Darrah, Bochenek, Erdogan - Mader, Odeh, Weissgerber, Schumann - Dragun, Sengül (80. Talevski).

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