Pokalwettbewerbe | Peter H. Eisenhuth | 14.10.26 Souverän nach Schreckmoment Von Beginn an seriös: Der TSV Schott gewinnt im Pokalviertelfinale beim SV Büchelberg mit 5:1 (2:1). Zweifacher Torschütze: Daniel Rudi. | Archiv/Willwacher Büchelberg. Zum sechsten Mal hintereinander hat der TSV Schott das Halbfinale im Verbandspokalwettbewerb erreicht. Einen Schreckmoment in Form eines Gegentreffers Mitte der ersten Halbzeit steckten die Mainzer beim SV Büchelberg souverän weg, drehten die Partie noch vor der Pause und setzte sich mit 5:1 (2:1) durch. „Das war von der ersten Minute an eine sehr seriöse Vorstellung sowohl von den Abläufen als auch von unserer Haltung her“, berichtete Trainer Thomas Schwarz, der wegen Schule, Beruf und Studium auf fünf Akteure – Nils Gans, Shai Neal, Benedikt Blum, Fabian Messina und Righteous Vodi – verzichten musste. „Wir haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, und wir haben den Gegner ernstgenommen, auch wenn es sich ,nur‘ um einen Aufsteiger von der Landes- in die Verbandsliga handelte.“ Zwei Tore in Unterzahl In Rückstand geriet der Titelverteidiger, als er gerade nur zu zehnt war. Karim Zeghli saß eine Zeitstrafe ab, weil er sich für das Empfinde des Unparteiischen zu sehr über einen Foulpfiff gegen ihn aufgeregt hatte. „Der Schiedsrichter wollte die Meckerregel sehr eng auslegen“, kommentierte Schwarz die Entscheidung, „eine Ermahnung hätte es auch getan.“ Dass die Büchelberger während ihrer Überzahlphase in Führung gingen, nahm der Schott-Trainer auch auf seine Kappe. „Wir haben unsere Spielweise mit einem Mann weniger nicht geändert“, sagte er. „Im Nachhinein wäre es cleverer gewesen, die zehn Minuten auszusitzen und anschließend wieder hochzufahren.“ Lucas Palau brachte die Gastgeber in der 23. Minute nach einem schnellen Angriff über den Flügel in Führung, Takero Itoi glich aus, noch bevor Zeghli aufs Feld zurückgekehrt war (30.). Jonas Sträßer hatte den Ball nach einem Durchbruch auf den Japaner zurückgelegt. Führung als Bestätigung Nur zwei Minuten später schlug Jan Just mal wieder zu. Den zweiten Ball von Jost Mairose nach einer Ecke köpfte der Innenverteidiger ins Netz. „Die Halbzeitführung hat uns bestätigt, dass das, was wir machen, gut ist“, sagte Schwarz. Nach dem Seitenwechsel musste der Oberligist einige druckvolle Minuten der Büchelberger überstehen, „in denen wir stabil und standhaft geblieben sind“. Danach sorgte Linksaußen Daniel Rudi binnen sieben Minuten mit zwei Dribblings samt erfolgreichem Abschluss für die Entscheidung. Der Endstand ging auf Justs Konto, diesmal nach einer Ecke aus dem Getümmel heraus mit dem Fuß. „Unser übergeordnetes Ziel war es, im Pokal zu überwintern“, sagte Thomas Schwarz. „Das haben wir erreicht.“ Alle Artikel von Fußball (Amateure)