Zweite Bundesliga | Gert Adolphi | 14.10.26 Schmidt-Arndt hilft in Mexiko Der Trainer des Tischtennis-Zweitligisten FSV Mainz 05 betreut im Auftrag von Außeninisterium und DOSB ein Projekt zur Trainerausbildung. Internatiobal im Einsatz: Felix Schmidt-Arndt. | Eva Willwacher Mainz. Felix Schmidt-Arndt verpasst die nächsten Begegnungen Spiele seiner Mannschaft in der Zweiten Tischtennis-Bundesliga. Der Trainer des FSV Mainz 05 fliegt am Samstag für drei Wochen nach Mexiko; in diesen Zeitraum fallen die Heimspiele gegen den TSV Windsbach, die TSG Kaiserslautern und den TTC Jülich. Der Grund seine Abwesenheit: Im Auftrag des Auswärtigen Amts in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) leitet Schmidt-Arndt dort ein Projekt für die Trainerausbildung, das zu einer Reihe von Initiativen im Rahmen des 100-jährigen Bestehens des Weltverbands ITTF gehört. „Süd- und Zentralamerika befinden sich auf dem aufsteigenden Ast, brauchen aber noch Unterstützung“, erläutert Schmidt-Arndt. Nicht zum ersten Mal wird er für Außenministerium und DOSB unterwegs sein. Während seines Studiums in Köln arbeitete er 2017 an der Elfenbeinküste und ein Jahr später in Dschibuti. Auch auf der anderen Seite des Atlantiks war er schon tätig: In Kolumbien betreute er Spieler bei einem Turnier, das Damenteam der Dominikanischen Republik bereitete er zwei Monate lang auf einen Wettbewerb vor, bei dem er die Spielerinnen auch coachte. Technikcamp für jungen Nachwuchs Zugute kommt Schmidt-Arndt, dass er in Hamburg als Spanischlehrer arbeitet – einer der Gründe, warum die Wahl für Mexiko auf ihn fiel. „Ich empfinde große Wertschätzung von den Auftraggebern“, sagt der 05-Trainer. Dankbar ist er dem Hamburger Schulamt, das seine am Freitag beginnenden Herbstferien um eine Woche verlängert hat, und den 05ern, die ihm keine Steine in den Weg legen. „Das ist absolut nicht selbstverständlich.“ Das Projekt in Mexiko ist dreigeteilt. „Der Verband will viele junge Talente finden“, erläutert Schmidt-Arndt. „Wir beginnen mit einer Trainerausbildung, die in erster Linie technische Fähigkeiten im Blickpunkt hat.“ Dieser relativ theoretische Abschnitt findet in Mexico City statt, von dort geht es nach Aguascalientes zu einem Technikcamp für die Altersstufen U9 bis U13, das in den nationalen Meisterschaften des Nachwuchses mündet. Zurück in der Hauptstadt soll Schmidt-Arndt daran mitarbeiten, ein nationales Trainerausbildungssystem zu entwickeln. „Ich werde viele neue Eindrücke sammeln“, sagt Schmidt-Arndt. „Der Austausch mit den Nationaltrainern bringt auch mir fachlich sehr viel.“ Nicht zuletzt profitiere seine Schule von seinem Abstecher, da er neue Dinge kennenlerne, die er in Schulprojekte einbringen könne. Alle Artikel von Tischtennis