Oberliga | Gert Adolphi | 25.11.14

Simsek tat, was er tun musste

Im einzigen Kampf mit ungewissem Ausgang rettete der Nackenheimer Freistilringer seiner Mannschaft mit einem Schultersieg ein Unentschieden in St. Ingbert.
Bleibt skeptisch: Trainer Ahmet Cakici hält den Klassenverbleib noch nicht für ausgemachte Sache.
Bleibt skeptisch: Trainer Ahmet Cakici hält den Klassenverbleib noch nicht für ausgemachte Sache. | Bernd Eßling

St. Ingbert. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die WKG Nackenheim/Laubenheim auch in der nächsten Saison in der Oberliga ringt. Durch das 20:20 bei Schlusslicht KSV St. Ingbert wahrten die Nackenheimer ihren 2-Punkte-Vorsprung auf die Gastgeber. Da die WKG auch den direkten Vergleich für sich entschieden hat, müssten die Saarländer aus den verbleibenden drei Begegnungen mindestes drei Punkte holen, um noch an den Rheinhessen  vorbeiziehen zu können. Ahmet Cakici bleibt aber skeptisch. „Theoretisch ist da noch alles drin“, sagte der WKG-Trainer. „Das kann noch mal eng werden.“

Das Unentschieden in St. Ingbert war das Maximum, das die Nackenheimer an diesem Tag herausholen konnten. Danilo Bauer, gerade erst von einer Verletzung genesen, war im Vorfeld mit Herzproblemen ins Krankenhaus gekommen. Die Schmerzen in der Brust traten noch nicht einmal bei körperlicher Belastung auf, sondern in der Schule. „Ich plane auf keinen Fall mehr mit ihm“, sagte Cakici. „Die Verantwortung kann ich nicht tragen. Der Junge ist 16 Jahre und hat sein Leben vor sich. Das ist viel zu riskant.“

In neun Kämpfen stand der Ausgang fest

Damit fiel ein potenzieller Siegringer aus. Es musste schon alles passen, damit die WKG in St. Ingbert nicht verlor. „Wir sind froh, da überhaupt noch ein Remis geschafft zu haben“, sagte der Trainer. „Dafür war es unbedingt notwendig, dass Salih Simsek seinen Kampf mit 4:0 gewinnt.“ Bei allen übrigen Kämpfen stand der Ausgang quasi schon vor dem ersten Gong fest.

Simsek musste die optimale Punktausbeute holen – und noch vor Ablauf der ersten Runde hatte er es geschafft. Der WKGler hatte schon 9:0 geführt, als er Marc Brosowski auf die Schultern zwang. „Angriff, Gegenangriff, Übersteiger“, schilderte Cakici den Ablauf der entscheidenden Situation. „Dann hat Salih den Kopf seines Gegners runtergezogen. Das war eine intuitive Sache. Er wird von Woche für Woche stärker. Das ist wenigstens etwas Positives.“

 

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