Oberliga | Peter H. Eisenhuth | 03.09.16 Kopf willig, Beine schwach Niederlage mit Ansage: TSV Schott unterliegt bei Hertha Wiesbach mit 0:4 (0:1). Auch wenn es in der Luft gelegen hatte: Spaß bereitet das 0:4 in Wiesbach Janek Ripplinger und dem TSV Schott nicht. | Archiv/Willwacher Wiesbach. Sascha Meeth hatte es kommen sehen: Irgendwann würde die Luft raus sein, irgendwann würde seine Mannschaft nicht mehr in der Lage sein, eine Partie mit Kraftakten wie beim späten 3:3 in Ludwigshafen oder beim hart verteidigten 2:1 gegen den SV Morlautern zu retten. Insofern war das 0:4 (0:1) bei Hertha Wiesbach am Samstagnachmittag für den Trainer des Fußball-Oberligisten TSV Schott „eine der Niederlagen, die mich am wenigsten aufregen. Wenn man mitbekommen hat, wie platt die Jungs in den letzten zwei Wochen waren, ist das heute mit Ansage passiert“. Am fehlenden Willen seines Personals habe das deutliche Resultat genauso wenig gelegen wie an den vorgenommenen Veränderungen in der Anfangsformation. „Ich würde Eins-zu-eins wieder dieselbe Mannschaft auf den Platz schicken“, versicherte Meeth. „Wir haben die Wechsel nicht aus Lust am Rotieren vorgenommen, sondern weil sie nötig waren. Und die Spieler, die neu gekommen sind, hatten das Pech, in ein Team zu gelangen, in dem die meisten Kollegen ausgepowert waren“. Ausgekontert und abgeschossen Schon mit dem ersten Angriff hätten die Gastgeber in Führung gehen können, danach allerdings gestalteten die Mainzer die erste Halbzeit ausgeglichen. „Als wir das Spiel in den Griff bekommen haben, fiel das 0:1 aus dem Nichts“, berichtete Meeth. Und noch dicker kam es nach dem Seitenwechsel: Patrick Ackermann, der in der 22. Minute die Wiesbacher Führung erzielt hatte, benötigte jetzt knappe zehn Sekunden für seinen zweiten Treffer. Das war ungeachtet der noch verbleibenden 44 Minuten, bereits die Entscheidung. „Die Jungs haben zwar alles versucht und sind unermüdlich angelaufen, aber wir haben nicht mehr die nötige Durchschlagskraft aufgebracht“, bedauerte der Trainer. „Und dann hat der Gegner die Qualität gezeigt, von der wir schon vorher wussten, und hat uns clever ausgekontert und eiskalt abgeschossen.“ Eine Aufgabe, die Hertha-Torjäger Björn Recktenwald in der 83. und 86. Minute übernahm. „Der Kopf war willig, die Beine waren schwach“, fasste Sascha Meeth die 90 Minuten unaufgeregt zusammen und freute sich auf die nächsten Tage. „Wir lechzen nach einer regulären Trainingswoche. Wir werden unsere Wunden lecken und uns dann vernünftig auf das Spiel gegen Koblenz vorbereiten.“ Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Fußball (Amateure)