Regionalliga | Gert Adolphi | 30.10.26

Schon geht’s um alles

Die Saison ist noch jung. Doch für Tischtennis-Regionalligist RSV Klein-Winternheim sind die Spiele in Hohberg und Offenburg bereits von elementarer Bedeutung.
Alan Kulczycki soll dem RSV gegen zwei direkte Konkurrenten zu Punkten für den Klassenverbleib verhelfen.
Alan Kulczycki soll dem RSV gegen zwei direkte Konkurrenten zu Punkten für den Klassenverbleib verhelfen. | Bernd Eßling

Klein-Winternheim. In der Tischtennis-Regionalliga bestreitet der RSV Klein-Winternheim am Wochenende erst sein fünftes und sechstes Spiel. Dennoch kann Marco Gottwald die Bedeutung der Begegnungen bei den TTSF Hohberg am Samstag und tags darauf bei der DJK Offenburg gar nicht hoch genug hängen. „Obwohl es relativ früh in der Saison ist, sind das zwei entscheidende Partien“, sagt der Kapitän. „Das ist Abstiegskampf pur.“

Gottwald ist überzeugt: Sollte seine Mannschaft gegen die direkten Konkurrenten um den Klassenverbleib nicht punkten, wäre das bereits gleichbedeutend mit der Rückkehr in die Oberliga. „Einen solchen Rückstand könnten wir nicht mehr aufholen.“

Wenngleich der Aufsteiger für diese wichtigen Duelle Alan Kulczycki wieder aus Polen anreisen lässt, ist er an keinem der beiden Tage favorisiert. „Hohberg ist der etwas einfachere Gegner“, sagt Gottwald. „Die Mannschaft kann nicht groß nachlegen.“ Sprich: Die TTSF haben keine zusätzlichen Ausländer gemeldet, die sie gezielt gegen schwächere Gegner einsetzen können.

DJK noch nicht in Bestbesetzung

Bei den Offenburgern hingegen hat lediglich Axel Lehmann, nominell ein Akteur der Zweiten Mannschaft, alle sechs Partien bestritten. Spitzenspieler Alejandro Toranzos, ein 30-jähriger paraguayischer Olympiateilnehmer, war noch gar nicht im Einsatz. „Offenburg hat noch nie die Topbesetzung aufgeboten, aber mehr in petto“, stellt Gottwald fest.

Zwar schätzt der Klein-Winternheimer Kapitän die DJK stärker ein – „wenn sie ihre Möglichkeiten nutzt“ –, den direkten Vergleich der beiden RSV-Gegner haben allerdings die Hohberger mit 6:4 für sich entschieden und dabei ihre bislang einzigen Punkte geholt. Die Offenburger kommen auf drei Zähler; sie bezwangen den VfR Birkmannsweiler mit 7:3 und remisierten gegen Mainz 05 II.

Alle vier sind gefordert

Kulczycki und Björn Baum können im vorderen Paarkreuz in beiden Fällen mithalten, die Spiele aber nicht alleine auf RSV-Seite ziehen. Sprich: Jan Kämmerer und Gottwald müssen ebenfalls etwas beitragen. „Hinten sind wir jeweils Außenseiter“, sagt der Kapitän. „Eine kleine Chance aber haben wir, so weit weg sind wir nicht.“

Dass die Klein-Winternheimer die nominell schwächste Mannschaft der Liga sind, war den Spielern bewusst, als sie sich für den Aufstieg entschieden. „Aber wenn du in der Realität angekommen bist, tut es trotzdem weh.“

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