Dritte Liga Damen | Guido Steinacker | 15.03.14

SG stellte in der Spielpause Weichen für neue Runde

Das Spitzenspiel beim zwei Punkte besser dastehenden Dritten Germania Fritzlar eröffnet Handball-Drittligist SG TSG/DJK Bretzenheim am Sonntag (17 Uhr) die Chance sich zum ersten Verfolger des Spitzduos zu machen. Die Kaderplanungen für die neue Saison sind derweil weit fortgeschritten, die Zeichen stehen auf Kontinuität.

Bretzenheim. Drei Wochen ist es her, dass Handball-Drittligist SG TSG/DJK Bretzenheim seine Siegesserie vorerst unterbrechen musste. Nicht, dass auf dem Platz etwas schiefgegangen wäre, der Spielplan sah an den beiden vergangenen Wochenenden vielmehr keinerlei Ansetzungen in der Liga vor. Die Bedingungen vor dem Spitzenspiel bei Germania Fritzlar am Sonntag (17 Uhr) sind also gleich. Beide Mannschaften stehen vor der Herausforderung, den Pausenknopf zu lösen und möglichst direkt an das zuvor erreichte Niveau anzuknüpfen.

Gelingt dies, dürfte ein gutes Drittligaspiel auf die Zuschauer in Fritzlar warten. Denn sowohl die Gastgeber als auch die Bretzenheimerinnen waren in den Wochen vor der Spielpause gut drauf. Vier Siege in Serie verbuchten die Hessinnen zuletzt, deren gar sechs die SG. Nur das Jahresauftaktspiel ging für die Bretzenheimerinnen 2014 bisher verloren.

Das ist schon ein kleines Wunder, denn Trainer Thomas Zeitz spielt seit Monaten mit äußerst schlankem Kader. Die Rückkehr von Melani Marcantonio und Lara Leuckefeld, auf die die Bretzenheimer für dieses Jahr gesetzt hatte, fällt aus. Die jüngsten Partien bewältigte die Mannschaft mit neun bis zehn Feldspielerinnen. Deshalb durfte Zeitz die Spielpause in dieser Hinsicht durchaus recht sein.

Die Fritzlarer siegten in der Hinrunde beim 29:31 (16:18) als zweites und bisher letztes Team in der Bretzenheimer IGS. Germania-Trainerin Susanne Bachmann spricht rückblickend vom besten Saisonspiel ihres Teams. Das zeigt den Respekt, den die Fritzlarer selbst bei dieser Partie vom Bretzenheimer Team gewonnen haben. Auf wen die Gastgeber besonders achtgeben wollen, ist nicht schwer zu erraten, Michelle Chwaleks Position ganz oben in der Torschützenliste der Liga spricht für sich.

Weichen für neue Saison gestellt

Beide Vereine haben die Spielpause genutzt um die Weichen für die neue Saison zu stellen. Dabei gehen die Bretzenheimer davon aus, dass der theoretisch noch mögliche Aufstieg in den letzten Wochen kein Thema mehr wird. Die Basis legte Zeitz mit seiner Verlängerung für die kommende Runde, die Spielerinnen zogen inzwischen fast komplett nach. Unter anderem haben sowohl Chwalek als auch Rekonvaleszentin Lara Leuckefeld zugesagt, zuletzt die Linkshänderinnen Stefanie Güter und Kristin Gärtner.

Leuckefeld hat die Gespräche mit Zweitliganachbar Mainz 05 ebenso ergebnislos beendet wie Lea Schuhknecht, die für die 05er eine Option im Rückraum hätte werden können. „In den vergangenen Wochen haben die 05er mit einigen unserer Spielerinnen geredet, wir aber auch mit der einen oder anderen Spielerin der 05er“, berichtet SG-Kotrainer Ibo Ücel. Das Ergebnis der Bemühungen war, dass weder eine Spielerin von Bretzenheim zu Mainz 05, noch eine 05erin nach Bretzenheim wechseln wird. „Das Ganze hätte man sich also sparen können“, resümiert Ücel.

Am Fischen beim Nachbarklub sei allerdings überhaupt nichts auszusetzen, hält er die Abwerbeanstrengungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt für völlig normal und legitim. Die Suche nach Verstärkungen erstreckt sich zudem genauso auf andere Vereine – die ersten Zugangsmeldungen stehen aber noch aus.

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