Dritte Liga Damen | Guido Steinacker | 31.03.14

SG Bretzenheim holt sich Bundesliga-Topkraft ins Haus

Handball-Drittligist SG Bretzenheim hat eine enorme Verstärkung für den Kader gefunden: Von der HSG Bensheim-Auerbach stößt die 28-jährige Rückraumschützin Annika Hermenau kommende Saison zum Team. Trainer Thomas Zeitz ist begeistert.

Bretzenheim. Im besten Sportlerinnenalter hat sich Annika Hermenau für eine neue Aufgabe entschieden: Die 28-jährige Rückraumspielerin des stark abstiegsbedrohten Erstligisten HSG Bensheim/Auerbach will Handball-Drittligist SG TSG/DJK Bretzenheim in der kommenden Runde beim nächsten Entwicklungschritt helfen. Für Trainer Thomas Zeit ist das „eine echte Top-Verpflichtung“. Hermenau sei seit sechs Jahren eine tragende Säule der HSG. Die Bretzenheimer dürfen sich also über eine auf allen Positionen einsetzbare Spielerin freuen.

„Annika war unsere absolute Wunschkandidatin, sie hat alle sportlichen Voraussetzungen um unser Team auf den nächsten Level zu heben. Sie ist im Rückraum variabel einsetzbar, spielfähig, torgefährlich und auch in der Defensive auf allen Schlüsselpositionen einsetzbar“, zählt Thomas Zeitz die Vorteile der Verpflichtung auf. Die guten Verbindungen zu den „Flames“, nicht zuletzt durch die verletzte Ex-HSG-Akteurin Melani Marcantonio und SG-Kotrainer Ibo Ücel, sorgten dafür, dass es den Bretzenheimern nicht verborgen blieb, als Hermanau darüber nachzudenken begann, der HSG nach dieser Saison den Rücken zu kehren.

„Nach unseren ersten Gesprächen war mir schnell klar, dass Sie auch vom Typ Mensch super passen kann“, betont Zeitz. „Sie ist offen, lustig, sagt ihre Meinung – ein Typ Führungsspielerin eben, das, was wir gesucht haben.“ Die geplante „punktuelle Verstärkung“ der Mannschaft sei damit „in jeder Hinsicht optimal gelungen“.

Mit Hermenau, dem ersten Neuzugang der SG, umfasst der Kader der neuen Saison derzeit zwölf Spielerinnen. Unklar ist noch die Zukunft von Kristina Bils. Sollte sie zusagen, könnte der Trainer seine Spielerinnensuche mit der Besetzung eines weiteren, vierzehnten Kaderplatzes frühzeitig abschließen.

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