Zweite Bundesliga Damen | Peter H. Eisenhuth | 04.03.16

Rettung nicht auf die lange Bank schieben

Die ASC-Basketballerinnen wollen am Samstag (17.30 Uhr) gegen den TSV Wasserburg II den Klassenverbleib klarmachen.
Wieder schmerzfrei: Vanesse DeVries.
Wieder schmerzfrei: Vanesse DeVries. | Eva Willwacher

Mainz. Besondere Wehmut kommt bei Alexander Schoch nicht auf, wenn er am Samstagabend denkt. Zwar soll der Trainer der Zweitliga-Basketballerinnen des ASC Mainz rund um das Heimspiel gegen den TSV Wasserburg II verabschiedet werden, aber erstens folgen noch zwei Partien, beide im Theresianum, und zweitens „ist es keine Geringschätzung dessen, was geplant ist, aber mein Fokus liegt ganz auf dem Sportlichen“.

Schoch und seine Mannschaft würden gerne schon jetzt alle Zweifel am Klassenverbleib beseitigen und es nicht darauf anlegen, am Mittwoch den Tabellendritten DJK Bamberg schlagen zu müssen oder gar am Samstag kommender Woche ein Nichtabstiegsendspiel gegen die Falcons Bad Homburg auszurichten. Auf die lange Bank schieben wollen sie die Entscheidung nicht, zumal der Ausgang für den Mainzer Trainer klar scheint: „Bei normalem Werdegang ist für uns klar, dass wir mindestens Zehnter werden“, sagt er.

Vorzeichen auf Angriff

Die Vorzeichen fürs drittletzte Saisonspiel stehen bei den Mainzerinnen auf Angriff, versichert Schoch, fest davon überzeugt, dass seine Frauen die Bundesligareserve bezwingen können. Diese Zuversicht holt er sich weniger aus der Hinrundenbegegnung in Wasserburg als beispielsweise aus dem Mitte Februar geglückten 86:74 bei Jahn München, dem aktuellen Tabellenvierten. „Wenn wir uns an der Leistung aus dieser Partie orientieren, sind wir schon ein gutes Stück weiter.“

Das Duell in Wasserburg hält er schon wegen der beschwerlichen Anreise – Abfahrt war damals am frühen Morgen, Spielbeginn um 13 Uhr, und sein Team fand beim 51:75 überhaupt nicht ins Spiel – für keinen Maßstab. „Diesmal werden wir vom Start weg hellwach sein, wir dürfen uns nicht irritieren oder beeindrucken lassen, wir müssen agiler sein als in Wasserburg, wir müssen beim gegnerischen Pick-and-Roll die ballführende Spielerin enger verteidigen und wir dürfen die Rebounds nicht verlieren“, listet Alex Schoch auf, welche Aspekte die ASC-Frauen berücksichtigen und umsetzen müssen. „Wenn uns das gelingt, haben wir eine realistische Chance.“

Eine gute Nachricht für das möglicherweise entscheidende Spiel im Kampf um den Klassenverbleib kommt vom Arzt: Vanessa DeVries‘ Knieverletzung war zwar in den zurückliegenden Wochen sehr schmerzhaft und zwang die Centerin zu längeren Pause, ist aber nicht gefährlich. „Es hat sich als Schleimbeutelentzündung herausgestellt“, berichtet der Trainer, „aber Vanessa ist inzwischen weitgehend beschwerdefrei und hat in dieser Woche erstmals wieder ein komplettes Training absolviert.“

 

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