Oberliga Damen | Gert Adolphi | 23.04.26

Spinlose Bälle

Beim 5:5 in Saarbrücken haben die Tischtennisspielerinnen des RSV Klein-Winternheim es mit starken Gegnerinnen und schwierigem Material zu tun.
Maja Bangel erging es wie allen Klein-Winternheimerinnen: Ein Einzel gewann, eines verlor sie.
Maja Bangel erging es wie allen Klein-Winternheimerinnen: Ein Einzel gewann, eines verlor sie. | Archiv/Eßling

Saarbrücken. Zu einem Sieg reichte es nicht mehr. Mit einem 5:5 beim 1. FC Saarbrücken beendeten die Tischtennisspielerinnen des RSV Klein-Winternheim ihre erste Oberligasaison. „Das Ergebnis ist gerechtfertigt“, sagte Sprecherin Julia Sloboda. „Die Gegnerinnen waren einfach gut, zudem kamen wir mit den Bällen gar nicht zurecht.“

Weil sie bereits als Vizemeisterinnen feststanden, hatten sich die Klein-Winternheimerinnen nicht mehr akribisch auf die Partie vorbereitet, sich nicht genau über das verwendete Material informiert und im Training darauf eingestellt. „Den Unterschied haben wir schon beim Einspielen gemerkt“, sagte Sloboda. „Die Bälle blieben stehen und nahmen keinen Spin an.“

Ähnliches war ihnen schon gegen den TTV Edenkoben passiert. In der Pfalz hatten sie mit 4:6 verloren, das Heimspiel aber 9:1 gewonnen.

Kaum Rotation möglich

Jetzt fragte Sloboda sich, wie es ihr in der Hinrunde gelungen sei, FCS-Spitzenspielerin Ninar Al-Khatib relativ klar zu schlagen, die Antwort gab sie sich selbst: Mit den gewohnten Bällen hatte sie so viel Rotation in ihre Angriffsschläge gebracht, dass Al-Khatibs Blocks im Aus landeten.

In Saarbrücken hingegen hatte die ihre Gegnerin mit ihren langen Noppen deutlich weniger Mühe, die Bälle auf der Platte zu platzieren. Sloboda verlor ebenso wie Maya Bangel in fünf Sätzen gegen die stärkere der Al-Khatib-Schwestern, gegen Sina Zimmer aber setzten sich beide durch.

Ein ähnliches Muster ergab sich im hinteren Paarkreuz. Carolin König und Theresa Zabel schlugen Samar Al-Khatib, zogen gegen Martina Blaß aber den Kürzeren, König allerdings nur knapp mit 8:11 im fünften Satz. Da Bangel/König zum Auftakt ihr Doppel gewonnen und damit die Niederlage von Sloboda/Zabel ausgeglichen hatten, stand das Unentschieden fest. „Wenn du kein knappes Spiel gewinnst, kannst du auch als Mannschaft nicht gewinnen“, resümierte Sloboda. „Das war schon okay.“

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