Regionalliga | Gert Adolphi | 27.10.26 Zu heiß ist auch nicht gut Ohne Jurij Magit schwindet die Minimalchance: Tischtennis-Regionalligist RSV Klein-Winternheim unterliegt in Weinheim und Oggersheim mit 1:9. Björn Baum holte den Klein-Winternheimer Punkt in Weinheim... | Archiv/Eßling Weinheim/Oggersheim. Zweimal das gleiche Ergebnis, zweimal mit 1:9. Doch die beiden Niederlagen des RSV Klein-Winternheim in der Tischtennis-Regionalliga beim TTC Weinheim und beim TTC Oggersheim unterschieden sich grundlegend. An der Bergstraße hatte der Aufsteiger mit einer klaren Niederlage gerechnet und sich nicht getäuscht. „Die Weinheimer waren einfach zu gut für uns“, sagte Kapitän Marco Gottwald. „Das war relativ schnell klar.“ Das Doppel, das er und Jan Kämmerer in fünf Sätzen abgaben, hätte etwas besser laufen können. Darüber hinaus gab es neben Björn Baums Sieg gegen Martin Sejdijevic, die Nummer zwei der Gastgeber, keine realistische Chance auf weitere Punkte. „Durch die Bank war jeder einzelne gegnerische Spieler besser als wir.“ Nachts um halb drei Anders sah es in Oggersheim aus. Die Klein-Winternheimer hatten gesehen, in welcher Aufstellung die Gastgeber am Vortag in Niklashausen angetreten waren und stellten fest, dass sich der TTC nicht verstärkt, sondern im hinteren Paarkreuz die Einheimischen Kevin Rief und Sascha Gemar aufgeboten hatte. Das Wunschszenario schien einzutreffen. „Wir waren heiß“, sagte Gottwald. Zu heiß war Jurij Magit: Er meldete sich nachts um 2.33 Uhr bei Gottwald und teilte ihm mit, dass er wegen Fiebers und Erbrechen nicht antreten könne. Und die Suche nach Ersatz gestaltete sich schwierig, letztlich stellte sich in Lukas Gord ein Spieler der Dritten Mannschaft zur Verfügung. „Von diesem Zeitpunkt an war klar, dass nichts drin sein würde“, sagte Gottwald. „Mit Jurij hätten wir wohl 5:5 gespielt.“ Steile These gut begründet Angesichts des 1:9 erscheint diese Aussage als ziemlich steile These, doch Gottwald der Kapitän konnte sie begründen. Magit, der in Weinheim stark gespielt hatte, hätte zwei Einzel gewinnen können, dazu das Doppel mit Baum. Zudem hätten die beiden am meisten umkämpften Partien einen anderen Ausgang nehmen können. Baum verlor gegen Francesco Maragioglio, den er bislang immer bezwungen hatte, mit 9:11 im fünften Satz. Gottwald gab das Spiel gegen Gemar ebenfalls mit 9:11 im Entscheidungsdurchgang ab. „Wenn Jurij dabei ist und es knapper steht, wären bei uns ein paar Prozent mehr gekommen“, war sich der Kapitän sicher. Über nicht eingeplante Zusatzpunkte hätte sich die Mannschaft gefreut, doch die wichtigen Begegnungen folgen am nächsten Wochenende bei den TTSF Hohberg und der DJK Offenburg. Dazu reist auch Alan Kulczycki wieder aus Polen an. ...Marco Gottwald gewann in Oggersheim. | Archiv/Eßling Alle Artikel von Tischtennis