Zweite Regionalliga | Peter H. Eisenhuth | 19.09.26

Quintett mit Erfahrung

Als Außenseiter, aber keineswegs devot, gehen die Basketballer des ASC Mainz in die Partie gegen die SKG Roßdorf.
In Limburg fehlte Tobias Oppenberg noch, am Samstagabend ist er wieder dabei.
In Limburg fehlte Tobias Oppenberg noch, am Samstagabend ist er wieder dabei. | Bernd Eßling

Mainz. Wenn die Basketballer des ASC Mainz am Samstag (20 Uhr) ihr erstes Heimspiel in dieser Saison bestreiten, treffen sie auf einen Klub, zu dem ihr Trainer eine besondere Beziehung hat. Für die SKG Roßdorf war Heiko Pillhofer einst fünf Jahre lang als Spieler aktiv, unter Coach Alexander Heidbrink marschierte die Mannschaft ungeschlagen durch die Oberliga. Und von 2006 bis 2010 stand der heutige Cheftrainer des ASC selbst an der Seitenlinie der Südhessen.

„Das waren spannende und intensive Zeiten“, sagt er. Allerdings sei der Kontakt zu seinem Ex-Klub längst abgerissen. „Ohne Groll, es hat sich einfach nicht mehr ergeben.“ Und beim Wiedersehen möchte er die alte Freundschaft nicht mittels zweier Punkte für die SKG wiederbeleben.

Pillhofer schätzt die Roßdorfer nach deren solidem 75:57 gegen Makkabi Frankfurt als eine Mannschaft ein, die sich im oberen Tabellendrittel einfinden wird. Womöglich gar mit Ambitionen, ganz vorne mitzuspielen. „Immerhin haben sie einen US-Amerikaner geholt“, sagt er. Denkbar ist freilich auch, dass die Verpflichtung von Brady Grier vor allem dem Zweck dient, nicht in Abstiegsgefahr zu geraten…

Mit Lexa und den Oppenbergs

Abgesehen von ihrem jüngsten Import handele es sich bei der SKG um eine eingespielte Truppe – die allerdings werden die Mainzer an diesem zweiten Spieltag ebenfalls aufs Feld bringen. Zumindest zeitweise. Da sowohl Julian Lexa als auch die Brüder Felix und Tobias Oppenberg, die beim Auftakt in Limburg fehlten, wieder dabei sein, stehen Pillhofer inklusive Ben Karbe und Tobias Datz fünf Akteure mir reichlich Erfahrung aus dem bisherigen Kader zur Verfügung.

Mehrere Ausfälle – zu den Langzeitverletzten gesellen sich Jannik Felgenhauer und Kevin Salifu, Laurenz Bonengel ist krank, und Jordan Thibodeaux, der Topscorer in Limburg, musste aus dem gleichen Grund unter der Woche pausieren – dünnen die Personaldecke wieder aus. Pillhofer sieht seine Mannschaft deshalb in einer Außenseiterrolle.

„Aber wir werden nicht devot ins Spiel gehen“, versichert er. „Wir wollen gewinnen, und das traue ich den Jungs auch zu. Mit Julian und den beiden Oppenbergs hätten wir schon Limburg schlagen können, immerhin hatten wir uns dort Mitte des letzten Viertels auf neun Punkte herangearbeitet.“

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