Bezirksliga | Gert Adolphi | 19.09.26

Ein halbes Dutzend zur Kerb

Der TSV Mommenheim steigert sich beim 6:1 (1:0) gegen den TuS Monsheim nach der Pause. Die SG Basara/Moguntia Mainz II unterliegt in Neuhausen.
Oumar Barry erzielte das Mommenheimer 2:0 gegen den TuS Monsheim.
Oumar Barry erzielte das Mommenheimer 2:0 gegen den TuS Monsheim. | Archiv/Eßling

Mommenheim. Eine Zeitstrafe gegen die eigene Mannschaft gab dem TSV Mommenheim den Motivationsschub, um die Partie gegen den TuS Monsheim an sich zu reißen. Joel Genova hatte nach einem Disput mit Schiedsrichter Louis Fernekes die Gelbe Karte plus gesehen, schon in der folgenden Minute erzielte Timo Liebisch das 3:1 und nur zwei Minuten später auch den vierten TSV-Treffer.

„Ein schöner Doppelpack unseres Linksverteidigers“, freute sich Kotrainer Max Meyer. „Nach der Hinausstellung haben alle noch mal 10 bis 20 Prozent draufgepackt.“

Die Monsheimer, die lange Zeit nicht wie ein punktloses Schlusslicht auftraten, hatten vorgemacht, wie man in Unterzahl Tore schießt. Auch sie waren während einer Zeitstrafe erfolgreich gewesen und hatten auf 1:2 verkürzt. „Sie haben sich von der Atmosphäre unseres Kerbespiels anstecken lassen“, sagte Meyer. „Sie haben viel Gegenwehr geleistet und sind gut angelaufen.“

Doppelpack zeigt Wirkung

Ein Standard verhalf den Mommenheimern zu Führung; Espen Lautermann traf nach einer Ecke. „Dank des 1:0 sind wir selbstbewusst in die Pause gegangen und waren danach die bessere Mannschaft“, sagte Meyer. Oumar Barrys 2:0 war allerdings noch nicht die Entscheidung, der TuS machte das Spiel noch einmal scharf.

Liebischs Treffer allerdings zeigte Wirkung. „Danach hat der Gegner angefangen sich aufzugeben“, berichtete Meyer. „Am Schluss waren die Monsheimer auch platt.“ Das nutzten seine Leute, um das Ergebnis durch Jared Lidy und Dario Catalano in die Höhe zu schrauben.

Basara schludert offensiv

Hingegen blieb die SG Basara/Moguntia Mainz II zum zweiten Mal hintereinander ohne Torerfolg, was auch die zweite Saisonniederlage nach sich zog. „Allein in der ersten Hälfte hatten wir fünf klare Chancen“, sagte Trainer Alessio Elbert nach dem 0:2 beim TuS Neuhausen, „aber wir waren zu schludrig.“

Kurz vor der Pause geriet seine Mannschaft nach einem Eckball in Rückstand, was ihr die Aufgabe in der zweiten Hälfte weiter erschwerte. „Die Neuhausener haben hinten zu gemacht und auf Konter gewartet“, sagte Elbert. „Das haben sie gut gelöst.“ In der Nachspielzeit kamen die Gastgeber auf diese Weise zum 2:0.

Zu diesem Zeitpunkt sicherten die Mainzer ihr Tor längst nur noch mit einer Zweierkette ab. „Mir tut es leid für die Jungs“, sagte Elbert. „Sie haben ein starkes Spiel abgeliefert, aber sich nicht belohnt.“

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