Europa League | Florian Kärger / Peter H. Eisenhuth | 07.08.14 Per Asteras ad astra 05-Fans sind bereit für einen harten Kampf in Tripoli und rechnen mit einem knappen Erfolg. Alpha-Bier, das trink ich hier: Ein Strandbesuch gehört zum Ausflugsprogramm der 05-Fans, die mit der Mannschaft nach Griechenland geflogen sind. | Florian Kärger Reminiszenz an Aussteiger Nicolai Müller: Der 05-Tross machte sich mit "Hamburg Airways" auf den Weg in den Süden. | Florian Kärger Guter Dinge: Sebastian Polter will mit dem FSV Mainz 05 die Play-offs erreichen. | Florian Kärger Weniger müssen müssen? 05-Fans bei einer Zwangspause auf dem Weg nach Tripopis. | Florian Kärger Tripoli. Man kann nicht behaupten, die Fans, die sich mit dem FSV Mainz 05 auf den Weg nach Griechenland gemacht haben, seien blauäugig. Das Rückspiel um die Europa-League-Qualifikation bei Asteras Tripoli, so die einhellige Meinung der von SPORTAUSMAINZ.de befragten Anhänger, wird eine enge Angelegenheit – aber eine mit positivem Ausgang. „Zittern ist angesagt“, meint beispielsweise Felix. „Ich glaube, es wird eine knappe Nummer, aber eine mit Erfolg.“ Philipp stellt sich schon mal darauf ein, dass der Rückflug auf den Hahn mit Verspätung beginnt: „6:5 im Elfmeterschießen“, lautet sein Tipp. Wie viele Schützen dafür benötigt werden und/oder wie viele Versuche Loris Karius im 05-Tor abwehrt, lässt er offen. Ein Tor sollte reichen... Verglichen mit ist diesen zurückhalten Prognosen strotzt Markus (Name geändert) fast schon vor rot-weißem Selbstbewusstsein. „Dieses Jahr überwiegt irgendwie der Optimismus“, sagt er und rechnet nicht nur mit einem wie auch immer gearteten Erfolg am Donnerstagabend („Wir müssen ja im Grunde genommen ,nur‘ ein Tor machen, dann sollte es safe sein“), sondern denkt bereits an die übernächste Aufgabe: „Ich gehe davon aus, dass wir dieses Mal wirklich in die Gruppenphase einziehen.“ Das wäre auch für den Globetrotter in Sachen Europapokal eine neue Erfahrung. „Fünf von fünf“ lautet Markus‘ internationale Bilanz. Sprich: Er war in Armenien, Island, Spanien und Rumänien dabei, hat die Auswärtsspiele gegen Mika Ashtarak, IB Keflavik, den FC Sevilla und Gaz Metan Medias alle vor Ort erlebt. Nur für die Gruppenphase hat es noch nicht gereicht – das soll sich in diesem Jahr ändern. Dusche am Morgen „Das wird schwer, aber wenn die Feinabstimmung passt, klappt das“, glaubt Ute. Die 27-Jährige hat eigens für den Trip auf den Peloponnes Urlaub genommen und einen der 100 Plätze im Fanflieger gebucht. „Ich wäre in jedem Fall mitgeflogen, egal wohin“, sagt sie. „Auch wenn es schon recht teuer ist.“ Auch für Markus spielten die Kosten in diesem Fall eine untergeordnete Rolle. „Mir war von vorne herein klar, dass ich um jeden Preis dabeisein würde“, erzählt er, nutzt allerdings ein gewisses Einsparpotenzial. „Hotels werden völlig überbewertet, aber für die Dusche am Morgen haben wir eine Möglichkeit arrangiert…“ Gegner will Berge erklimmen Alle rund 350 Mainzer Fans, die am Abend im Stadion, egal ob mit dem Mannschaftsflieger (originell: als letzten Gruß an Nicolai Müller entschied der Verein sich für "Hamburg Airways"...), auf eigene Faust oder aus dem ohnehin geplanten Griechenland-Urlaub angereist, egal ob in der Luxusherberge, dem kleinen Hotel oder am Strand untergebracht, eint die Hoffnung, über die Griechen zu noch mehr internationalem Ruhm zu gelangen. Wie die alten Hellenen schon sagten: Per Asteras ad astra. Oder so ähnlich. Auf heftige Gegenwehr müssen sich die 05er gleichwohl einstellen. Staikos Vergetis kündigt jedenfalls eine offensive Ausrichtung seiner Mannschaft an. „Vor einigen Jahren war Asteras Tripolis noch ein Baby und hat fußballerisch gerade erst laufen gelernt“, sagt der Trainer der Gastgeber. „Jetzt vermögen wir auch auf Berge zu steigen – wir sind bereit, am Donnerstagabend einen weiteren Gipfel zu erklimmen.“ Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Fußball (Bundesliga)