Zweite Bundesliga | Gert Adolphi | 11.09.26 Oben stark, unten wundertütenmäßig Spezielles Spiel für den Trainer: Tischtennis-Zweitligist FSV Mainz 05 empfängt den 1.FC Köln. Drei von vier Punkten holten Nathan Lam und die 05er am Auftaktwochenende auswärts. Gegen den 1.FC Köln wollen sie zu Hause nachlegen (und danach gibt es auch Fotos von den neuen Spielern). | Bernd Eßling Mainz. Felix Schmidt-Arndts Vorfreude auf das Duell mit dem 1.FC Köln am Sonntag (13 Uhr) ist etwas größer als vor anderen Begegnungen. „Für mich ist das immer speziell“, sagt der Trainer des Tischtennis-Zweitligisten FSV Mainz 05, der einst in Köln studiert hat, „für den Verein ist es ein Spiel wie jedes andere.“ Was allerdings auch nicht ganz stimmt, da es sich um das erste Heimspiel der auf drei Positionen neu besetzten Mannschaft handelt, die sich die Sympathien des Publikums erst erarbeiten muss. In Vorleistung sind die 05er mit dem 5:5 in Saarbrücken und dem 6:3 in Velbert getreten. Der erste Tabellenplatz ist noch nicht aussagekräftig, doch die Ergebnisse machen auch Schmidt-Arndt Lust auf mehr. „Wir wollen auf der Welle des Erfolgs reiten“, kündigt der Trainer an. Allerdings waren die Gäste zum Auftakt ebenfalls erfolgreich, sie gewannen gegen den TTC Jülich mit 6:3. „Die Kölner sind oben stark“, sagt Schmidt-Arndt. „Neuzugang Tamito Watanabe scheint sehr gut zu sein.“ Der 18-Jährige wurde im Vorjahr mit der japanischen U-19-Nationalmannschaft Weltmeister, in Jülich gewann er beide Einzel. Bei internationalen Turnieren traf Watanabe bereits auf Nathan Lam und gewann die letzten beiden Duelle mit der Nummer zwei der Mainzer. Schmidt-Arndt erwartet schöne Matches Von Erstligist Borussia Dortmund zum FC zurückgekehrt ist Alberto Mino. Der 35-jährige Ecuadorianer hat 2021 an den Olympischen Spielen in Tokio teilgenommen und wurde vor zwei Jahren in der Weltrangliste auf Platz 66 geführt. Auch er hat hohes Niveau. „Im unteren Paarkreuz sind die Kölner sehr wundertütenmäßig besetzt“, sagt Schmidt-Arndt. Der 19-jährige deutsche Jugendnationalspieler Leyton Ullmann und der ein Jahr ältere Ungar Balasz Lei seien immer für herausragende Leistungen gut, hätten aber auch ihre schwachen Tage. „In diesem Bereich sehe ich uns stärker, weil wir sehr stabil sind.“ Wie immer wird viel von den Doppeln abhängen. In den Auftaktpartien überzeugten Leonardo Iizuka Kenzo und Connor Green sowie das Duo Lam/Diego Lillo den Trainer mit ihrem Spiel, es kommt aber auch darauf an, bei der Aufstellung den richtigen Gegner zu treffen. „Wir müssen mindestens mit einem 1:1 aus den Doppeln rauskommen“, sagt Schmidt-Arndt. „Insgesamt wird es wieder ein ganz enges Ding. Das gibt schöne Matches für die Zuschauer.“ Alle Artikel von Tischtennis