Verbandsliga | Peter H. Eisenhuth | 23.10.16

Nicht happy, aber auch nicht depri

Verbandsligist Fortuna Mombach kommt vom Tabellenletzten FSV Offenbach mit einem torlosen Unentschieden zurück.

Offenbach. Ein Wunschergebnis war es sicher nicht, dieses 0:0 der Fußball-Verbandsligisten Fortuna Mombach beim FSV Offenbach. „Grundsätzlich wollen wir immer das Maximum herausholen“, sagte Trainer Thomas Eberhardt, erst recht, wenn es sich beim Gegner um den Tabellenletzten handelte. „Aber wenn man den Punkt im Zusammenhang mit den anderen Ergebnissen des Spieltags sieht, ist er okay. Wir haben Offenbach auf Distanz gehalten, Ludwigshafen überholt und auf andere Mannschaften Boden gutgemacht.“ Insofern waren die Mombacher am Sonntagabend „nicht happy“, aber auch nicht depri.

Gleichwohl trauerte der Trainer den vergebenen Torchancen aus der ersten Halbzeit hinterher. Derweil sich die Gastgeber ganz tief aufgestellt hätten und nur sporadisch mit Befreiungsschlägen über die Mittellinie gekommen seien („Unsere Defensive hatte nichts zu tun“), zählte Eberhardt fürs eigene Team drei hundertprozentige und vier, fünf weitere zumindest gefährliche Gelegenheiten. „Da hätten wir ein Tor erzielen können oder sollen“, sagte er, „das ,müssen‘ lasse ich mal weg. Aber Aufwand und Ertrag passten nicht.“

Rot gegen Mben

In der Pause habe er seine Akteure davor gewarnt, den Gegner aufzubauen. „Es war ja mehr oder weniger klar, dass die nur ein Tor schießen würden, wenn sie nach einem unserer Standards zum Konter kämen“, sagte Eberhardt. Tatsächlich führte eine Zunahme der eigenen Fehler, Pässe in den gegnerischen Fuß, die Gastgeber aufzubauen, „brandgefährlich waren sie allerdings auch nicht“.

Mit der Hereinnahme von Karim Hadri stellten die Mainzer auf ein 4-4-2-System um, doch als Eberhardt noch einmal offensiv wechseln wollte, kam eine Rote Karte gegen Landry Mben dazwischen (80.). „In meinen Augen hat er ein ganz normales Foul zwischen Mittellinie und Strafraum begangen, aber die Schiedsrichterin hat es anders gesehen. Schön wäre gewesen, wenn sie ähnlich konsequent durchgegriffen hätte, als mein Bruder von hinten umgetreten wurde. Wenigstens haben wir in Unterzahl nicht noch einen Treffer kassiert.“

So blieb es bei dem einen Besser-als-nichts-Punkt. „Das ist nicht ganz schlecht. Wer weiß, wofür der noch gut sein wird.“

Fortuna Mombach: Schotte – Fischer Meier, Mben, Pflüger – J. Eberhardt– Trost (75. Streker), Staegemann, Bergmann (60. Hadri), Frey – Dzaka.

 

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