Verbandsliga | Peter H. Eisenhuth | 24.09.16 Nicht großkotzig, sondern mutig Verbandsligist Fortuna Mombach will beim starken Aufsteiger FC Speyer auf Sieg spielen. Es wäre der zweite in dieser Saison. Mombach. Thomas Eberhardt weiß, dass in eine solche Aussage rasch ein falscher Zungenschlag hineininterpretiert werden kann: „Wir fahren nicht nach Speyer, um nicht zu verlieren, sondern um zu gewinnen“, sagt der Trainer des Fußball-Verbandsligisten Fortuna Mombach. Und fügt sogleich hinzu: „Das soll nicht großkotzig klingen. Wir wollen einfach nur mutig sein.“ Was Eberhardts Ankündigung vor dem neunten Spieltag unangemessen optimistisch erscheinen lassen könnte, ist das Tabellenbild. Knickt man das Tableau in der Mitte und faltet es zusammen, liegen seine Mannschaft und der FC Speyer nämlich genau aufeinander: die Mombacher als Vorletzter, der Aufsteiger als Tabellenzweiter. Doch der Coach der Mainzer sieht nach wie vor keinen Grund, daran zu zweifeln, dass es seinem Team früher oder später gelingen wird, eine Wende einzuleiten. „Wir habe genügend Qualität im Kader“, sagt er, und die wird am Sonntag ein Stück größer sein als zuletzt bei der Niederlage in Rieschweiler. Da Kevin Frey und Marco Bergmann wieder einsatzfähig sind, kann Eberhardt sein zentrales Mittelfeld wieder bestmöglich besetzen, außerdem kehrt auch Karim Hadri ins Team zurück, und dessen Anwesenheit ist, nimmt man den bisherigen Saisonverlauf als Maßstab, zwingend erforderlich, um ein Erfolgserlebnis zu feiern. Nur einmal zu null gespielt Denn: Hadri hat vier der nur sechs Mombacher Toren erzielt, für die beiden übrigen Treffer zeichnet Frey verantwortlich. Und mindestens ein Tor muss die Fortuna eigentlich immer schießen, um wenigstens die Chance auf ein Unentschieden zu wahren – das 3:0 gegen den Ludwigshafener SC war die einzige Partie, in der Kay Schotte seinen Kasten sauberhielt. „Wir leisten uns defensiv noch zu viele Fehler“, räumt Eberhardt ein, „das war auch in Rieschweiler ein Problem.“ Deshalb legte der Coach in den jüngsten Trainingseinheiten einen Schwerpunkt auf das Umschaltverhalten von Angriff auf Abwehr. Am Engagement seiner Spieler hat Eberhardt so wenig auszusetzen wie an der Stimmung innerhalb des Kaders. „Die ist überragend, auch wenn wir natürlich alle von Tabellenplatz und den nur drei Punkten enttäuscht sind“, erzählt er. „Aber aufgeben gilt nicht, wir werden auch bei scheinbar übermächtigen Gegnern kämpfen. Wenn wir mit genügend Gier auf den Platz gehen, ist in jeder Partie etwas zu holen.“ Mehr aktuellen Sport aus Mainz lesen Sie hier. Alle Artikel von Fußball (Amateure)