Regionalliga | Peter H. Eisenhuth | 14.03.26

Motiviert und flexibel

Am drittletzten Spieltag der Basketball-Regionalliga will der ASC Mainz trotz eines dezimierten Aufgebots beim Tabellenfünften Sunkings Saarlouis reüssieren.
Wieder fit: Genís Canal Ferrer.
Wieder fit: Genís Canal Ferrer. | Bernd Eßling

Mainz. Ein zwei Minuten währender Durchhänger im letzten Viertel: Mehr brauchte es nicht, um den ASC Mainz gegen die Sunkings Saarlouis um den zum Greifen nahen Sieg zu bringen. „Das war völlig unnötig“, sagt Alexander Heidbrink über die 84:89-Niederlage im Dezember. „Darüber ärgern wir uns noch heute. Zwei, drei Fehler weniger…“ – und seine Mannschaft hätte sich im Kampf gegen den Abstieg nicht erst am vorigen Wochenende in Sicherheit gebracht.

Am Sonntag wollen die Mainzer die Verhältnisse umkehren und die Fahrt ins Saarland mit einem Erfolg krönen, der sie vom elften Tabellenplatz einen weiteren Schritt in Richtung Mittelfeld brächte. Den Gastgebern fällt, auf dem fünften Rang liegend, automatisch die Favoritenrolle zu, Heidbrink hält es allerdings nicht für ausgeschlossen, dass ihre Motivation nur bedingt ausgeprägt ist.

„Ich weiß nicht, ob sie in die Play-offs und die Saison verlängern wollen, obwohl sie gar nicht am Aufstieg interessiert sind“, sagt der ASC-Coach. „Aber das muss uns nicht interessieren. Wir wollen gewinnen, wir wollen uns weiterentwickeln. Das wird sich auch an den letzten drei Spieltagen nicht ändern.“

An Ehrgeiz mangelt es nicht

Das Aufgebot für Sonntag wird kleiner sein als gewohnt, die Mainzer verzeichnen einige Ausfälle. Center Krist-Obi Fredrick, nach Gehirnerschütterung und Sprunggelenkverletzung wieder in guter Form gewesen, ist krank. Lucas Deetjen hat im Training beim Rebound einen heftigen Schlag in den Rücken bekommen, Nicolas Deetjen ist mit seinem südhessischen NBBL-Team unterwegs, Ben Karbe muss weiterhin sein Knie schonen, und Felix Oppenberg laboriert an einer leichten Zerrung.

„Man kann auch mit einer kleinen Rotation erfolgreich sein“, sagt Heidbrink, „wir haben gut trainiert und einen guten Rhythmus.“ Um die Rebounds zu kontrollieren, müssten Tobias Datz und Philipp Weiler statt auf der Vier verstärkt inside agieren, auch der wieder fitte Genís Canal Ferrer könne daran mitwirken. Und sollten tatsächlich alle genannten Guards ausfallen, werde Weiler eben auch außen aushelfen.

Flexibilität ist eben alles. „Wir kriegen das irgendwie hin“, versichert der Trainer. „Die Jungs haben den Ehrgeiz, die nächsten Spiele mit voller Kraft anzugehen.“

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