Rainer Stauber | 11.08.2016

Moos/Osborne verpassen A-Finale

Das Wunder ist ausgeblieben: Im olympischen Halbfinale des leichten Doppelzweiers landen die beiden Mainzer Ruderer Moritz Moos und Jason Osborne auf dem fünften Rang. Damit stehen sie am Freitag im B-Finale.
Bahn eins brachte Jason Osborne (links) und Motz Moos kein Glück.
Bahn eins brachte Jason Osborne (links) und Motz Moos kein Glück. | ZDF
Am Ende wurde das Mainzer Boot Fünfter. Im zweiten Halbfinale setzten sich Südafrika, Norwegen und Polen durch.
Am Ende wurde das Mainzer Boot Fünfter. Im zweiten Halbfinale setzten sich Südafrika, Norwegen und Polen durch. | ZDF

Rio de Janeiro. Es sollte nicht sein: Nach extrem komplizierten und schwierigen Tagen in Rio de Janeiro haben Moritz Moos und Jason Osborne vom Mainzer Ruder-Verein im Halbfinale des leichten Doppelzweiers den Sprung unter die besten sechs Boote verpasst. In einem hochkarätigen Rennen brachte die Bahn eins in der Lagune Rodrigo de Freitas den beiden 22-Jährigen kein Glück. Schnell aus dem Startblock gekommen, lag das Mainzer Boot schon bei der 500-Meter-Marke auf dem fünften Rang und sollte diesen im weiteren Verlauf auch nicht mehr verbessern.

Zu stark zogen die Boote aus Frankreich, den USA, Irland und Großbritannien das Tempo an und hielten dies bis zur Ziellinie durch. Es siegte Frankreich vor den USA und Irland; diese drei Boote stehen im A-Finale stehen. Die viertplatzierten Briten sowie Moos/Osborne als Fünfte und China als Sechster gehen am morgigen Freitag in den B-Endlauf.

Grämen brauchen sich die Mainzer keineswegs: Bei ihrem Olympia-Debüt hat die jüngste Crew im gesamten Ruderfeld eine beachtliche Leistung auf das kompliziert zu rudernde Wasser gebracht und sich teuer verkauft. „Wir haben gezeigt, dass wir zu Recht hierher gehören", sagte Landestrainer Robert Sens nach dem Sieg im Hoffnungslauf bereits stolz. Nicht minder stolz darf er auch nach dem Halbfinale sein, in dem Moos/Osborne alles in die Waagschale geschmissen, am Ende aber nicht die nötige Fortune hatten. Der Applaus der deutschen Fans vor der Tribüne war ihnen dennoch sicher.

Im B-Finale geht es nun gegen Italien, Dänemark und Österreich sowie Großbritannien und China darum, sich noch einmal zum Abschluss ihrer olympischen Premiere vor einem Weltpublikum zu präsentieren. Geplanter Start ist um 14.20 Uhr unserer Zeit. Sicher können sich Moos/Osborne sein, dass es auch in der Heimat nicht an Unterstüzung fehlen wird. Der Mainzer Ruder-Verein lädt ab 14 Uhr ins Bootshaus am Winterhafen zum Public Viewing ein. Auch, um seine beiden 22-jährigen Vereinskollegen zu feiern. Denn allein schon die Olympiateilnahme ist für Moos/Osborne ein Riesenerfolg. 

 

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