Rheinhessenliga Damen | Guido Steinacker | 31.03.14

Kokelnde Kondensatoren verhindern den HCG-Erfolg nicht

Nicht nur die Saison in der Handball-Rheinhessenliga der Frauen geht zu Ende, sondern auch die Lebensdauer der Beleuchtung in der Sporthalle Am Großen Sand. Auch mit Unterbrechung sicherte sich der HC Gonsenheim gegen die TuS Kirn am Sonntag die Punkte. Ihre Erfolgsflaute beendete derweil die SG Bretzenheim III.

Rheinhessen. Die Handball-Rheinhessenliga der Frauen mag nicht den allerbesten Sport unter dem Dach deutscher Sportverbände bieten, aber das hatten die Protagonistinnen des HC Gonsenheim und der TuS Kirn nun nicht verdient: Fünf Minuten vor dem Spielende stürmten Einsatzkräfte in die Halle Am Großen Sand und verboten bis auf Weiteres die Ausübung des Sports.

Auslöser der Ansage waren natürlich weniger den Handballerinnen selbst, sondern vielmehr eine schwelende Gefahr in der Halle (siehe Kasten, rechte Spalte). Auf dem Feld war nach der Wiederaufnahme der Partie die Gefahr nicht von der Hand zu weisen, dass die Störung sich auf den weitern Verlauf des Spiels auswirkt. Aber der HC Gonsenheim hatte seinen Sieg zu dem Zeitpunkt längst gesichert.

Gäste reisten ohne Torfrau an

Der fiel mit 25:17 (8:8) längst nicht in der Dimension aus, wie die Kirnerinnen sie bei ihren vorigen Auswärtspartien in diesem Jahr durchweg kassiert hatten. Und das war wahrlich kein Ruhmesblatt für den HCG, denn der TuS reiste ohne Torfrau an. „In der ersten Halbzeit haben wir die Feldspielerin im Kirner Tor oft angeschossen“, schilderte HCG-Trainer Danny Köhler, warum es vor dem Seitenwechsel nicht klappen wollte mit den klaren Verhältnissen auf dem Platz.

Die entscheidende Verbesserung nach dem Wechsel leistete die Mannschaft aber in der Abwehr, die nun besser arbeitete, somit viele Bälle gewann und zu Gegenstößen ummünzte. Viele in der Szene fragen sich, warum TuS-Trainer Maouia Bend Maouia sich die Kirner Mannschaft unter den gegebenen Bedingungen antut. Köhler kann über den Charakter des personell in der Tat nicht gerade konkurrenzfähig besetzten Gästeteams allerdings nur Positives berichten. „Die Kirnerinnen haben gut gekämpft und alles versucht“, lobte er den Gegner.

Spannende Frage aus Gonsenheimer Sicht ist, ob der HCG die beiden verbleibenden Partien bei der HSG Worms und gegen die Sportfreunde Budenheim auch noch gewinnt. Dann würden die Gonsenheimerinnen immerhin mit positivem Saldo abschließen.

Saulheimerinnen bleiben konzentriert

Meister SG Saulheim blieb derweil trotz erreichten Saisonziels und mancher Feierstunde seither ernsthaft genug dabei, um den TV Bodenheim im ersten Heimauftritt nach dem Titelgewinn (und dem vorletzten als Rheinhessenligist) noch genügend Konzentration entgegenzusetzen. Immerhin kam der Tabellendritte in die Ritter-Hundt-Halle. Beim 28:22 (14:11) hatte die Gastgeberinnen bei zwei exakt gleich hoch gewonnenen Halbzeiten die Nase jeweils leicht vorne.

Das Rennen um den Vizemeistertitel ist damit gegen den TVB entschieden, weil noch ein direktes Aufeinandertreffen der Konkurrenten TG Osthofen und HSV Sobernheim ansteht und die Bodenheimerinnen den direkten Vergleich mit beiden Gegnern verloren haben. Beide Mitanwärter kann der TVB als Vierter daher nicht mehr überholen.

SG III glückt die Revanche gegen die HSG Worms

Positiv überraschte am Wochenende nach einer Serie von sechs verlorenen Partien Aufsteiger SG TSG/DJK Bretzenheim III durch das am Ende klare 28:16 (11:9) über die HSG Worms. Vor gerade drei Wochen fand erst das nachgeholte Hinspiel in Worms statt, das die Bretzenheimerinnen mit 22:23 (12:11) in der zweiten Halbzeit abgaben. So können sich die Zeiten ändern.

Angesichts der anhaltenden Schwäche der HSG, die Tabellennachbar der SG III zur oberen ist, hat Trainer Thorsten Zacharias durchaus reelle Aussichten, zum Abschied von seinem Team noch den einen Platz auf Position acht hochzuklettern. Die Ziele werden am Ende einer Saison eben immer kleiner.

 

 

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