Zweite Bundesliga | Gert Adolphi | 27.03.26 Keine kleinen Brötchen backen Tischtennis-Zweitligist FSV Mainz 05 reist selbstbewusst zum 1.FC Köln. Daniel Berzosa muss sich in Köln unter anderem mit Defensivspezialist Florian Bluhm auseinandersetzen. | Bernd Eßling Mainz. Vor der Partie beim 1. FC Köln am Sonntag belegt Tischtennis-Zweitligist FSV Mainz 05 punktgleich mit dem zweitplatzierten TTC Fortuna Passau den dritten Rang – der Vorsprung auf den Abstiegsplatz des Oldenburger TB beträgt allerdings nur drei Zähler. Felix Schmidt-Arndt schätzt die Gefahr, in die Dritte Liga zu müssen, zwar als gering ein, strebt aber den maximalen Erfolg an. „Wir spielen voll auf Sieg“, kündigt der 05-Trainer an. „Gerade nach dem guten Spiel in Hilpoltstein weiß ich nicht, warum wir kleine Brötchen backen sollten.“ Mit dem 6:4 vor zwei Wochen in Bayern haben die Mainzer eine Serie von fünf erfolglosen Spielen beendet und verhindert, in der Tabelle abzurutschen. In Köln ist der Wurm drin Auch die Kölner konnten im neuen Jahr nicht an ihre Ergebnisse aus der Hinrunde anknüpfen. Nach dem Abgang des Ex-05ers Tom Jarvis im Winter zum Bundesligisten ASC Grünwettersbach verpflichtete der FC zwar drei Asiaten, von denen aber nur jeweils einer eingesetzt werden darf. „In Köln läuft’s nicht so“, konstatiert Schmidt-Arndt. „Dort ist ein bisschen der Wurm drin.“ Fest steht, dass Florian Bluhm, nach Jarvis‘ Abschied zur Nummer eins aufgestiegen, den Verein nach der Saison verlassen wird. Der Mainzer Trainer hat zudem von Gerüchten gehört, die Kölner würden ihre Mannschaft zurückziehen. „Das ist für unser Spiel aber ohne Bedeutung.“ Am unangenehmsten für die Mainzer ist Defensivspezialist Bluhm. Nathan Lam komme mit Abwehr noch ganz gut zurecht, erläutert Schmidt-Arndt, Daniel Berzosa hingegen habe große Schwierigkeiten mit diesem Spielstil. „Ich halte es für nahezu unmöglich, dass Danny gegen Bluhm gewinnt.“ Ein 2:2 im vorderen Paarkreuz wäre deshalb schon okay. Doppel sind ein Problem Besser sieht es an den Positionen drei und vier aus. Sun Chia-Hung hat sich stabilisiert, wie er in Hilpoltstein zeigte, Albert Vilardell hat sich auf einem hohen Level eingependelt. „Wir sollten hinten raus gewinnen“, sagt Schmidt-Arndt, „wir treten als klarer Favorit an.“ Einen Strich durch die Rechnung machen könnten den Mainzern die Doppel. Von zehn der Eingangspartien haben sie in der Rückrunde lediglich zwei gewonnen. Eine schlüssige Lösung für dieses Problem hat der Trainer nicht zur Hand. „Mit drei Linkshändern bist du limitiert.“ Alle Artikel von Tischtennis