Bundesliga | Gert Adolphi | 14.05.26 „Immer da, wenn Hilfe gebraucht wird“ Abdallh Karem geht beim ASV Mainz 88 in seine siebte Bundesligasaison. Auch Ali Soleimani hat seinen Vertrag verlängert. Bleibt ein 88er: Abdallh Karem. | Bernd Eßling Mainz. Ali Soleimani und Abdallh Karem werden auch in der nächsten Bundesligasaison für den ASV Mainz 88 ringen. Karem, der vor zehn Jahren aus Syrien nach Mainz kam und zunächst in der Zweiten Mannschaft antrat, gehört seit 2020 zum Erstligaaufgebot und stieg dort vom Halbschwer- ins Schwergewicht auf. Der 32-Jährige ist von Hause aus Freistilspezialist und wurde in seiner Domäne vor zwei Jahren Deutscher Vizemeister. Wenn es notwendig ist, stellt er sich aber auch im Greco in den Dienst der Mannschaft. In der vorigen Saison absolvierte Karem sieben Kämpfe für die 88er, sein Wert für den Verein reiche aber weit über die Matte hinaus, schreibt der ASV auf seiner Homepage. „Abdallh ist immer da, wenn Hilfe gebraucht wird, hat für jeden ein offenes Ohr und bringt mit seiner Art Ruhe und Zusammenhalt ins Team.“ Der Athlet selbst betont seine starke Verbindung zum Verein, in den zehn Jahren seiner Zugehörigkeit seien echte Freundschaften entstanden. „Für mich ist das längst mehr als nur Sport oder eine Mannschaft“, zitiert der ASV den Sportler. „Deshalb freue ich mich sehr, weiter für Mainz auf die Matte zu gehen und alles für den Verein zu geben.“ Klare Ziele vor Augen Soleimani, Jahrgang 1999, wechselte vor einem Jahr aus Krefeld zu den 88ern, ist im 80-Kilo-Limit des Greco zu Hause, aber auch bereit, eine Klasse höher im Mittelgewicht (86 Kilo) anzutreten. Vier Einsätze standen in der vorigen Saison für ihn zu Buche. „Ali ist ein ehrgeiziger deutscher Athlet, der sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt weiterentwickelt hat“, schreibt der Klub. Diesen Weg wolle er in Mainz fortsetzen. Er arbeite hart, sei hochmotiviert und habe klare Ziele vor Augen. Seit Monaten bereitet sich Soleimani intensiv auf die Deutschen Meisterschaften und die im September beginnende Bundesligasaison vor. Schon voriges Jahr trat der gebürtige Iraner für die 88er bei der DM in Elsenfeld an und stieß bis ins Viertelfinale vor. „Für Mainz zu kämpfen bedeutet mir sehr viel“, wird der Athlet zitiert, „weil wir als Mannschaft zusammenhalten und uns gegenseitig pushen.“ Er sei stolz, Teil des Teams zu sein. Alle Artikel von Ringen