Regionalliga | Peter H. Eisenhuth | 29.11.25

Kein Schritt nach vorne

Trost- und torlos: Der TSV Schott muss sich beim Bahlinger SC mit einem 0:0 begnügen und bleibt Regionalliga-Schlusslicht.
Denos de Sousa Oelsner (r.) erzielte ein Tor, das nicht zählte.
Denos de Sousa Oelsner (r.) erzielte ein Tor, das nicht zählte. | Archiv/Eßling

Bahlingen. In Kombination mit dem Wetter wirkte das Ergebnis einigermaßen trostlos. „Klar kann man sagen, dass wir zum dritten Mal hintereinander nicht verloren haben“, kommentierte Samuel Horozovic das torlose Unentschieden des TSV Schott im Regionalligaspiel beim Bahlinger SC. „Aber ein Punkt ist in unserer Situation zu wenig. Wir hatten uns mit dem Ziel auf den Weg gemacht, den Gegner zu überholen.“

Nach dem 0:0 bleiben die Mainzer Tabellenletzter mit einem Punkt weniger als die Mannschaft vom Kaiserstuhl – erschwerend kommt hinzu, dass Bayern Alzenau, ein weiterer Konkurrent im Nichtabstiegskampf, sich gegen Kickers Offenbach mit 2:0 durchsetzte. „Wir haben leider keinen Schritt nach vorne gemacht.“

Anlaufen kostet Kraft

Woran die Ambitionen auf drei Punkte scheiterten? „Nicht an der Defensive, verteidigt haben wir gut“, sagte der Trainer, zweimal rettete die Latte. Einen Aluminiumtreffer verbuchte seine Mannschaft vor der Pause; nach einem langen Einwurf von Sean Horozovic scheiterte Nils Gans aus einer Spielertraube heraus den Querbalken.

Darüber hinaus verlief die Veranstaltung („ein reines Kampspiel“) höhepunktarm. Der durchgeweichte Platz war für alle Beteiligten schwer zu bespielen, die Mainzer kostete er beim Anlaufen in den ersten Minuten offenbar zu viele Körner. „Danach hatten wir keine Power mehr und sind in Passivität verfallen.“

De Sousas Treffer aberkannt

Fünf Eckbälle blieben ebenso ertraglos, wie die Überzahl von Mitte der zweiten Halbzeit an nichts nutzte; Rico Wehrle war mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen worden. „Das hätte zu unserem Momentum werden können“, sagte Samuel Horozovic, „aber es ist uns auch danach nicht gelungen Druck auszuüben.“

Die Umstellung auf 4-2-3-1 und ein Dreifachwechsel zu Beginn der Schlussphase – der Luis Hesses Comeback beinhaltete – führten zwar zu einem Treffer von Denis de Sousa Oelsner, der aber wegen eines Foulspiels aberkannt wurde. „Zu Recht“, wie Horozovic einräumte. „Den Sieg hatte allerdings auch keine Mannschaft verdient.“

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