Bezirksliga | Peter H. Eisenhuth | 22.01.17

Jetzt weiß es auch Eberhardt

Der Ex-Trainer von Fortuna Mombach übernimmt den Bezirksligisten SV Italclub Mainz.
Kopf hoch, Thomas Eberhardt. Die Ausgangslage beim SV Italclub ist zwar nicht berauschend, aber der Verein ist ambitioniert.
Kopf hoch, Thomas Eberhardt. Die Ausgangslage beim SV Italclub ist zwar nicht berauschend, aber der Verein ist ambitioniert. | Eva Willwacher

Mainz. Nicht einen einzigen Spieltag muss der Mainzer Amateurfußball auf Thomas Eberhardt verzichten: Nachdem seine Zeit als Trainer des Verbandsligisten Fortuna Mombach zwei Tage nach der letzten Partie des alten Jahres zu Ende gegangen war, hat der 34-Jährige jetzt eine neue Aufgabe übernommen: Schon vor dem eigentlichen Beginn des Spielbetriebs nach der Winterpause wird er beim SV Italclub an der Linie stehen – der Tabellensechste der Bezirksliga Rheinhessen bestreitet am 19. Februar sein Nachholspiel bei der TSG Pfeddersheim II.

Dass Eberhardt zwei Klassen unterhalb seines bisherigen Betätigungsfeldes angeheuert hat, ist keine Selbstverständlichkeit, ausgeschlossen hatte er es allerdings auch nicht. Nachdem die Fortuna-Verantwortlichen und er einen Schlussstrich unter seine fünfeinhalbjährige Tätigkeit gezogen hatten, kündigte er an, über eine Auszeit bis Saisonende nachdenken zu wollen, um mehr Zeit für seine Familie und den Familienbetrieb zu haben. Wenn er einen neuen Klub übernehme, solle es sich nach Möglichkeit wenigstens um einen Landesligisten handeln. „Aber man weiß ja nie, was kommt…“

Kader voller Ex-Mombacher

„Gerüchte kommentiere ich nicht“, antwortete er Mitte Dezember auf die Frage von SPORTAUSMAINZ.de, ob er in oder vor Gesprächen mit dem SV Italclub stehe. „Da wisst ihr mehr als ich…“

Jetzt weiß es auch Eberhardt.

Über die Ziele, mit denen er beim Bezirksligisten antritt, redeten bislang weder dessen Sportlicher Leiter Giovanni Cianciotti noch der neue Coach. Die Italiener hatten ursprünglich den Durchmarsch von der A-Klasse in die Landesliga angestrebt, derzeit beträgt ihr Rückstand auf den Tabellenzweiten TSV Gau-Odernheim jedoch 13 Punkte. Ein Sieg im Nachholspiel könnte ein Signal für eine Aufholjagd sein. Ansonsten wird sich Eberhardt, der in Laubenheim auf einiger seiner früheren Mombacher Spieler wie Fatmir Pupalovic, Diego Amando Uhlig, Thomas Strohmeier, die Ouachchen-Brüder Amin und Samir und obendrein auch noch auf den gerade aus Hechtsheim gekommenen Krystian Borowski (dessen plötzlicher Abgang aus Mombach vor anderthalb Jahren für einen geschwollenen Hals bei Eberhardt sorgte) trifft, auf ein weiteres Jahr zwei Klassen unterhalb der Verbandsliga einstellen müssen.

 

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