Oberliga | Guido Steinacker | 23.03.14

Individuelle Stärke knackt die 3-2-1-Deckung

Der erhoffte spielerische Glanz blieb weitgehend aus, aber mit dem eingeplanten Heimsieg gegen den TuS Dansenberg konnte die SG Saulheim ihren Fans durchaus dienen. Beim 27:21 (12:11) hatten die Saulheimer mit der offensiven Gästedeckung lange Zeit ihre Probleme.
Christoph Acker war mit acht Treffern wieder einmal bester Torschütze der SG Saulheim, allerdings gab es für ihn gegen den TuS Dansenberg keine Gelegenheit seine Gegenstoßqualitäten zu beweisen.
Christoph Acker war mit acht Treffern wieder einmal bester Torschütze der SG Saulheim, allerdings gab es für ihn gegen den TuS Dansenberg keine Gelegenheit seine Gegenstoßqualitäten zu beweisen. | Bernd Eßling

Saulheim. Ein wenig spielerischen Glanz, wie ihn die Zuschauer von früheren Zeiten in den Heimspielen gewohnt waren, wollte  Markus Herberg von seiner Mannschaft gegen den TuS Dansenberg sehen. Eine Zusatzaufgabe des Trainers für sein Handball-Oberligateam der SG Saulheim zum natürlich fest eingeplanten Sieg über die abstiegsgefährdeten Kaiserslauterer. Den Sieg gab es beim 27:21 (12:11) wie erhofft, die Sache mit dem glänzenden Auftritt musste allerdings auf eine spätere Gelegenheit verschoben werden.

Die Gäste kämpfen um das Überleben in der Liga, und es ist alte Pfälzer Tradition, dass man das mit dem Kampf dann wörtlich nehmen darf. Wenige Mannschaften in der Liga wären wohl bereit, so wie die Dansenberger eine offensive 3-2-1-Deckung 60 Minuten lang durchzuziehen. „Im Angriff haben wir uns lange Zeit sehr schwergetan gegen diese Formation und waren in der ersten Halbzeit ein paar Mal gar in der Nähe des Zeitspiels“, schilderte Herberg.

Vorsprung wieder abgegeben

Ansatzweise gelang es den Saulheimern allerdings durchaus, die gestaffelte Abwehr zu überwinden, wie eine Lauf-Pass-Kombination von den Halben Leo Vuletic und Kai Reisinger einmal zeigte, die Reisinger aus sieben Metern abschließen konnte.  „Davon hätte ich gerne mehr gesehen“, sagte Herberg. Doch gegen Ende der ersten Halbzeit verloren die Saulheimer durch liegengelassene Chancen ihren aufgebauten Vorsprung (10:6) fast komplett. „Wir hätten zum 14:8 ausbauen können, so stand es 12:11, das war schon ärgerlich“, fand der Trainer.

Nach dem Seitenwechsel hielten die Saulheimer sich die Gäste zunächst lediglich konstant mit zwei bis drei Treffern Abstand vom Leib, erst nach dem 19:17 (45.) zog die SG dann klarer weg. Auch dies geschah weniger über spielerische Lösungen sondern starke Einzelaktionen, „was gegen eine 3-2-1 ja nicht unbedingt falsch ist“, stellte Herberg klar.

Wichtig war aber auch, dass die SG-Abwehr den Gästen besonders im letzten Spielabschnitt entschlossen und findig entgegentrat und so einige Ballgewinne verzeichnete. Ungewöhnlich jedoch, dass daraus nie Gegenstoßsituationen entstanden. „Die Dansenberger haben das sehr gut unterbunden", erkannte Herberg an. So gilt für die Sache mit dem Glanzstück für das Publikum: Aufgeschoben ist auf keinen Fall aufgehoben.

SG Saulheim: Radewald, Brose – Acker (8/5), Vuletic (7/4), Schuhmacher, T. Schmitt (je 4), Reisinger (2), Lipp, Zaufke (je 1), Jung, Schaaf, R. Kuntz, M. Schmidt, Theuer.

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