Oberliga | Peter H. Eisenhuth | 15.12.15

In der Liga angekommen

Lerchenberger Basketballer verlieren zum Rückrundenauftakt gegen den TuS Treis-Karden, schöpfen aus diesem Spiel aber Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg.
Auch seine 15 Punkte verhinderten die knappe Niederlage nicht: Mario Volarevic.
Auch seine 15 Punkte verhinderten die knappe Niederlage nicht: Mario Volarevic. | Archiv/Willwacher

Lerchenberg. Wie dieses Ergebnis einzuschätzen ist, obliegt dem Betrachter: War es erneut eine verpasste Chancen im Kampf um den Klassenverbleib? Oder war es ein hoffnungsvoll stimmender Auftritt? Unstrittig ist zweierlei: „Es war ein enges Höschen, hätten wir früher gesagt“, kommentierte Basketball-Oberligist SC Lerchenberg die 65:70 (53:53, 28:30, 18:19)-Niederlage gegen den TuS Treis-Karden.

Damit wartet der Tabellenletzte auch nach dem ersten Rückrundenspieltag auf den zweiten Sieg, allerdings hatten sie den auf dem Lerchenberg auch nicht eingeplant. „Da hätten wir ein Ding raushauen können“, sagte Mario Volarevic, „leider haben wir es nicht geschafft, eine gute Leistung zu krönen.“

Fünfminütige Auszeit

Im Hinrundenspiel waren die Mainzer bis zur Halbzeit mit dem ehemaligen Zweitligisten gleichauf gewesen, verloren dann aber noch mit 19 Punkten Differenz. Diesmal war der Spielstand sogar nach drei Vierteln ausgeglichen, eine Überraschung schien sich anzubahnen. Im letzten Durchgang jedoch nahmen sich die Gastgeber eine knapp fünfminütige Auszeit, die einen 0:9-Lauf zur Folge hatte. „Wir sind zwar noch mal auf einen Punkt herangekommen, und man hatte ständig das Gefühl, dass wir sie mit dem nächsten Dreier haben“, erzählte der SCL-Trainer. „Aber dann haben wir den Schuss nicht getroffen.“

In der umkämpften Partie, in der beide Mannschaften sich für eine harte Gangart entschieden und die Gastgeber auf 19, die Gäste auf 38 Freiwürfe kamen (Volarevic: „Eine gefühlte Schlägerei“), überzeugten die Lerchenberger mit einer Verteidigung, „die endlich mal stand, wie sie stehen soll“. Dass es nicht zum Sieg reichte, bedauerte der Coach. „Deswegen war es eigentlich auch nicht gut“, sagte er, „gut ist es, wenn man gewinnt. Aber zumindest können wir nach diesem Spiel in dem Bewusstsein an die nächsten Aufgaben gehen, dass wir die Punkte gegen den Abstieg noch holen werden.“

Es klinge zwar etwas komisch, zumindest leicht verspätet, eine solche Aussage nach Beginn der Rückrunde zu machen, räumte Volarevic, mit 15 Punkten bester Schütze seines Teams ein, aber: „Wir sind in der Liga angekommen.“ Am kommenden Samstag werden er und seine Mannschaft diese These bestätigen müssen - beim um vier Punkte besseren Tabellennachbarn BBC Bous sollte der SCL gewinnen, um nicht doch in einer nahezu aussichtslosen Lage in die Pause zu gehen.

SC Lerchenberg: Bekele (2), Blinkin, Glubrecht (8/2 Dreier), Hiller (2), Schnarr (4), Schwindt (14), Sokolovskiy (4), Strepp (5/1), Strobel (11), Volarevic (15/1).

 

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