Pokalwettbewerbe | Guido Steinacker | 28.09.16

Antwort auf die Heimpleite

Eine Stunde brauchte Oberligist SV Gonsenheim beim kampfstarken Landesligisten TuS Rüssingen, ehe sich der klare 6:0 (1:0)-Achtelfinalerfolg im Verbandspokal Weg bahnte. Beim Aus des FK Pirmasens in Fußgönheim spielten drei Ex-Mainzer im Team des Regionalligisten eine entscheidende Rolle.
Traf kurz nach seiner Einwechslung: Jannik Kern.
Traf kurz nach seiner Einwechslung: Jannik Kern. | Archiv/Willwacher

Rüssingen. Zwei Klassen Unterschied, sechs Tore Differenz – klingt nach einen standesgemäßen Resultat für Oberligist SV Gonsenheim, dieses 6:0 (1:0) im Verbandspokal-Achtelfinalspiel bei Landesligist TuS Rüssingen. Doch angesichts des Gegners wäre Babak Keyhanfar schon mit weniger zufrieden gewesen. „Schon ein 1:0 hätte ich vorher unterschrieben“, betonte der Trainer. Umso zufriedener war er mit der keineswegs von Beginn an so klaren Partie, in die seine Mannschaft sich aber hineinkämpfte.

Keyhanfar war bei der Spielbeobachtung des souveränen Tabellenführers der Landesliga West bewusst geworden, dass es sich bei den Gastgebern keineswegs um eine typische Landesligamannschaft handelt. Schon die Vergangenheit vieler TuS-Spieler in höheren Klassen legt dies nahe, die Gonsenheimer waren also gewarnt.

Und sie bekamen es mit einer Rüssinger Mannschaft zu tun, die ihre kämpferischen Qualitäten von Beginn an in die Waagschale warf, unterstützt von 250 Fans am Spielfeldrand. Da war der frühe erste Treffer durch Ibrahim Yilmaz, der eine Hereingabe von Jan Itjeshorst per Flugkopfball verwertete, vor allem eine Beruhigung für die Nerven (15.).

Zum Seitenwechsel war gar nichts klar

„Das war aber die einzige klare Chance in der ersten Halbzeit, davor und danach war nichts“, berichtete Keyhanfar. Es war also zum Seitenwechsel gar nicht so deutlich und absehbar, wie souverän die Sache noch werden sollte. Erst als Damir Bektasevic nach einer Stunde Spielzeit einen Ball auf Maziar Namavizadeh durchsteckte und dieser auf 2:0 erhöhte, brach dies einen Bann. Sieben Minuten später bediente Nils Letz Maximilian Kimnach, und es stand 3:0 (67.).

„Da ist bei den Rüssingern der Kopf runtergegangen, und sie haben sich aufgegeben“, sagte Keyhanfar, dessen Mannschaft nachlegte: durch Bektasevic, den Marc Beck in Szene gesetzt hatte (4:0, 70.), Jannik Kern (80.) und Kimnach, der damit einziger Doppeltorschütze des Abends wurde (87.), drei weitere Tore nach. Letz bereitete auch die letzten beiden Tore vor und war somit durch drei Assists maßgeblich am Erfolg beteiligt.

„Besser kannst du in einem solchen Spiel nicht auftreten“, war der Gonsenheimer Trainer vollkommen zufrieden mit dem Abend, den er auch als Antwort der Mannschaft auf die 0:2-Heimniederlage im Meisterschaftsspiel gegen RW Koblenz drei Tage zuvor betrachtet. Fortzusetzen wäre diese Reaktion dann am besten am kommenden Sonntag bei der TSG Pfeddersheim.

SV Gonsenheim: Simon - Beck, Sari, Itjeshorst - Letz, Kimnach, Ekiz, Pennella - Bektasevic (70. Kern) - I. Yilmaz (75. Rimoldi), Namavizadeh (70. Shibata).

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