Zweite Bundesliga Damen | Guido Steinacker | 29.07.16 Mainz 05/Budenheim bindet Golla langfristig Erst im Winter war Nachwuchsspielerin Paulina Golla aus dem Hessischen zur JSG Mainz 05/Budenheim gewechselt, um mit der B-Jugend um die Deutsche Meisterschaft mitzuspielen und in den Oberligahandball hineinzuschnuppern. Nun hat Mainz 05 der 15-Jährigen einen Dreijahresvertrag für die Zweitligamannschaft gegeben. Die FSG Mainz 05/Budenheim sieht in Rückraumschützin Paulina Golla großes Potenzial und bindet sie daher durch einen langfrstigen Vertrag an sich. | Bernd Eßling Mainz. Im Winter wagte die gerade 15 Jahre alte gewordene Paulina Golla mit einigen Kolleginnen des B-Jugendteams des TV Eltville den Sprung über den Rhein und schloss sich der JSG Mainz 05/Budenheim an. Das auf der Hand liegende sportliche Ziel: Mit der B-Jugend der JSG um die Deutsche Meisterschaft zu spielen und zu einem Verein zu wechseln, der über die Oberligamannschaft und das Zweitligateam der FSG höhere Perspektiven bietet. Schneller als sie es sich gedacht haben dürfte, öffnet sich für die Rückraumspielerin nun ein mittelfristiger Weg in die Bundesligamannschaft, denn der FSV Mainz 05 stattet die Rheingauerin mit einem dreijährigen Vertrag aus. Die Jugendbundesliga mit der JSG hatte Golla für die kommende Saison sicher, da das Team durch die Teilnahme am Final-Four-Turnier im heimischen Budenheim einen Startplatz in der A-Jugendbundesliga sicher hatte. Auch im Oberligateam der FSG, in dem die A-Jugendlichen in der kommenden Runde eine wichtige Rolle spielen werden, ist Golla für einen Stammplatz gesetzt. Art und Umfang ihrer Einbindung in das Zweitligateam, wie sie schon der ein Jahr älteren JSG-Teamkameradin Alicia Soffel gelang, war dagegen zum Vorbereitungsbeginn noch nicht eindeutig geklärt. 05-Handballmanager Karl-Heinz Elsäßer begründet den Schritt zur vertraglichen Vereinbarung mit der Möglichkeit, Golla entsprechend der Ziele der Förderkonzeptionen an den Bundesligahandball heranzuführen. „Für Talente wie Paulina ist es wichtig, dass sie nicht zu früh die Bindung zum Umfeld verlieren und trotzdem die Möglichkeit haben, leistungsgerecht gefordert und gefördert zu werden“, erläutert Elsäßer. Wohnort- und Schulwechsel bleiben Golla erspart Konkret heißt dies, dass Golla durch die Bindung an die FSG nun weiß, dass sie bis zum Abitur in Geisenheim zur Schule gehen und somit zuhause wohnen bleiben kann. Durch Gespräche mit den Verbänden gelang es zudem, dass Golla, wie es ihr Wunsch war, trotz des Vereinswechsels in einen anderen Landesverband weiter in der Hessischen Auswahl spielen darf. Der Vertrag heißt nicht, dass Golla in dieser Saison im Zweitligakader eine Rolle spielen wird, in deren Trainingseinheiten sie aber sehr wohl eine weitere Förderung erhält. „Ich weiß, dass noch viel Arbeit im Training vor mir legt, bis ich dann richtig in der 2. Liga angekommen bin“, sagt Golla selbst zu ihren Perspektiven. FSG-Trainer Thomas Zeitz erkennt bei Golla ein „großes Talent mit für ihr Alter bereits außergewöhnlich guten Qualitäten in einer bemerkenswerten Kombination mit Spielintelligenz und Variabilität“. In der Vorbereitung habe Golla zudem intensiv an ihrer Athletik gearbeitet. Sie werde die Zeit bekommen, sich weiterzuentwickeln, ihren Weg machen „und dann auch bald ihr Können in der Zweiten Bundesliga zeigen dürfen“, stellt der Trainer in Aussicht. Alle Artikel von Handball