Peter H. Eisenhuth | 02.12.2015

Gelungener Einstand in der Nationalmannschaft

SG-Schwimmer Andreas Wiesner belegt am ersten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften im israelischen Netanya den 13. Platz über 200 Meter Rücken.
Durfte nach seinem ersten internationalen Einsatz für den DSV zufrieden aus dem Wasser steigen: SG-Rückenschwimmer Andreas Wiesner.
Durfte nach seinem ersten internationalen Einsatz für den DSV zufrieden aus dem Wasser steigen: SG-Rückenschwimmer Andreas Wiesner. | Archiv/Eßling

Netanya. Andreas Wiesner durfte zufrieden sein – und war es auch: In 1:54,53 Minute absolvierte der Schwimmer der SG Rheinhessen-Mainz bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Netanya seinen Vorlauf über 200 Meter Rücken, war damit Fünftschnellster in seinem Rennen und belegte in der Gesamtwertung den 13. Rang. Auf einer kürzeren Strecke hätte er damit das Halbfinale erreicht – über die 200-Meter-Distanzen jedoch werden auf der Kurzbahn nur Vor- und Endlauf geschwommen.

„Das war nicht ganz so schnell wie im Finale der Deutschen Meisterschaften, aber schneller als dort im Vorlauf“, sagte Wiesner. Sprich: Die Zeit vom Mittwochvormittag war die zweitschnellste, die der 21-Jährige bislang erzielt hat. Das freute auch Lothar Schubert: „Andreas hat seine Leistung aus Wuppertal bestätigt“, kommentierte der SG-Cheftrainer das Ergebnis, „das war ein sehr guter Einstand in der Nationalmannschaft. Und er weiß jetzt zumindest, warum er in diesem Jahr nur zehn Tage Pause gemacht hat.“

Wenden sind noch ein Schwachpunkt

Planmäßig verlief für den vor einem Jahr von Paderborn nach Mainz gewechselten Rückenspezialisten die Renneinteilung, etwas kritischer betrachtete er die Wenden, die er zweimal nicht gut hinbekommen hatte. „Das ist im internationalen Vergleich mein einziger Schwachpunkt“, sagte er. „Auf der Bahn bin ich gut, aber an der Wand verliere ich ein bisschen.“ Und das wirkt sich im 25-Meter-Becken zwangsläufig etwas stärker aus als im Sommer auf der langen Bahn.

Jan-Philip Glania, der Deutsche Meister über 200 Rücken zog mit 1:51,88 Minute als Sechstschnellster ins Finale ein, der dritte DSV-Athlet, der auf den kürzeren Strecken stärkere Marek Ulrich, belegte mit 1:55,78 Minute den 31. Platz.

Andreas Wiesner wird in Netanya noch zweimal in Wasser gehen: am Donnerstag über 100 Meter, am Samstag über 50 Meter. Chancen auf den Einzug ins Halbfinale hat er auf diesen beiden Strecken Fällen nicht. Sein Anspruch: „Wenn ich über 100 Meter im Bereich meiner DM-Vorlaufzeit schwimme, wäre das schon sehr gut.“

 

Siehe auch das „Interview der Woche“ mit Andreas Wiesner: „Tauchen ist halt schneller“.

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