Landesliga | Peter H. Eisenhuth | 09.08.26 Gegen die stärksten Gegner mithusten Bei der SpVgg Ingelheim denkt Trainer Kayhan Cakici nicht kurzfristig, sondern perspektivisch. Gleichwohl wäre es von Vorteil, gegen Wormatia Worms II etwas Zählbares mitzunehmen. Ingelheim. Kayhan Cakici ist nicht naiv. „Ich war lange genug in Marienborn und bin dahingehend gepolt, dass Spieler während der Saisonvorbereitung Urlaub machen, urplötzlich weg sind und am ersten oder zweiten Spieltag wieder auftauchen“, sagt der neue Trainer der SpVgg Ingelheim. Das werde das eine oder andere unerfreuliche Ergebnis nach sich ziehen, der Ansatz, sich nicht einzuigeln, sondern Fußball spielen zu wollen, werde dem Team hin und wieder eine Klatsche bescheren. „Aber die Jungs sind talentiert, sie werden sich weiterentwickeln“, sagt Cakici. „Und wenn sie nach Niederlagen nicht in schlechte Stimmung verfallen, genauso, wie nach Siegen die Nadel nicht zu hoch ausschlagen sollte, werden sie zu einer Mannschaft werden, die auch gegen die stärksten Gegner mithusten kann. Was dabei am Ende herauskommt, ist eine andere Sache.“ Das mit der Stimmung konnten sie in dieser Woche schon mal einüben – nach dem 1:3 zum Auftakt beim SV Gimbsheim. Inwieweit sie Wormatia Worms II ebenbürtig oder gar überlegen sein können, müssen sie am Sonntag (15 Uhr) im eigenen Stadion beweisen. Die Aussagekraft des 6:0 der Oberligareserve gegen Liganeuling SKC Barbaros Mainz lässt sich noch nicht einschätzen. Gelungene Mischung Um Spiele zu gewinnen, muss derzeit in erster Linie die Offensive liefern. „Vorne sind wir sehr stark besetzt“, sagt Cakici. „Unsere Defensive ist zwar ebenfalls sehr gut, aber das sind halt sehr junge Spieler, denen man Zeit geben muss.“ Und solange sie sich in den Anfängen ihres Entwicklingsprozesses befinden, wäre es vorteilhaft, durch die Vorderleute entlastet zu werden. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass die Dinge ähnlich liefen wie an seiner vorherigen Station. „In Marienborn sind uns viele junge Leute abgeworben worden, nachdem wir es geschafft hatten, ihr Potenzial zu entfalten“, sagt der Trainer. Er rechne damit, dass die Ingelheimer Talente in absehbarer Zeit die Aufmerksamkeit anderer Klubs wecken. Sein Wunsch, seine Hoffnung: „Wir müssen bei uns noch mehr Emotionalität reinbringen, um diese Jungs zu halten.“ Dann lasse sich mit einer gelungenen Mischung aus vielen Nachwuchsspielern und einigen Routiniers sowie mit einem guten Unterbau aus Zweiter Mannschaft und U19 auf Dauer eine Landesligamannschaft aufbauen, die sich für höhere Ziele empfehlen könne. Alle Artikel von Fußball (Amateure)