Oberliga Damen | Guido Steinacker | 24.03.14 Erst einmal mit der Abwehr des Gegners zurechtkommen Leichte Anlaufprobleme hatte Handball-Oberligist SG TSG/DJK Bretzenheim II beim Tabellenvorletzten TV Hauenstein zu überwinden. Beim 29:20 (14:11) gelang das letztlich ohne große Komplikationen. Hauenstein. Auch ein Tabellenvorletzter kann manchmal eine Überraschung aus dem Hut zaubern. „Normalerweise decken die im 6-0, sie haben uns aber mit einem 4-2 überrascht“, bekannte Corinna Vogler. Der Routinier im Handball-Oberligateam der SG TSG/DJK Bretzenheim II war beim 29:20 (14:11)-Auswärtssieg der SG II beim TV Hauenstein zusammen mit Rekonvaleszentin Lara Leuckefeld für das Coaching ihres Teams zuständig. Trainer Thorsten Frank fieberte mit, allerdings fernab des Geschehens: Er musste mit ein paar Grad über der Norm zu Hause bleiben. Der elfte Saisonsieg bedurfte einer gewissen Geduld, denn gestützt durch sein Deckungskonzept, das die Bretzenheimer Rückraumschützinnen Vanessa Graf und Lisa Hahn ausschalten sollte, setzte der TVH sich dank Treffer ihrer Rückraumschützin Steffi Bohm erst einmal deutlicher ab (1:4). Nur ganz schrittweise arbeiteten die Bretzenheimerinnen sich heran (2:5, 8:10) und holten sich beim 10:10 den ersten Ausgleich ab. Abwehr stand nach der Pause besser Klarer waren die Verhältnisse in der zweiten Hälfte. Für die Gastgeberinnen gab es kein Zurück in diese Partie. Über 19:13 setzten die Bretzenheimerinnen sich gleich klarer ab. „Entscheidend war, dass die Abwehr besser stand, dadurch konnten wir uns vorne ein paar Dinge leisten“, schilderte Vogler. Auch Torfrau Nathalie Schlesinger kam nun besser ins Spiel. Für den TVH gab es so nichts mehr zu gewinnen. Ein scheinbar nicht weiter bedeutender Erfolg der Bretzenheimerinnen, die längst im positiven Bereich der Tabelle sind? Der Wahnsinn der Liga spiegelt sich im Punkteloch zwischen dem Tabellenzehnten TSG Friesenheim (20 Punkte) und dem Elften TV Wörth (13) wieder. Die Wörther sind auf dem ersten definitiven Abstiegsplatz und werden dort auch nicht mehr wegkommen. Aber die Friesenheimer, nur vier Punkte und zwei Plätze hinter der SG II stehend, wären eben auch weg vom Fenster, sollte es einen Absteiger aus der Dritten Liga West in die Oberliga RPS geben. Und danach sieht es nach der Heimpleite von HBC Bascharage gegen Fortuna Köln seit diesem Wochenende wieder aus. „Im Mittelfeld geht es eben super eng zu, wir müssen sehen, dass wir noch weiter punkten“, sagte Vogler. Und das klingt bei einem Team, das bisher drei Siege mehr als Niederlagen eingesammelt hat, recht seltsam. SG TSG/DJK Bretzenheim II: Stephan, Schlesinger – Graf (7/1), Hartmann (5/3), Hahn, Spinler (je 4), Vogler (2), Eichhorn, Martens, Rodday, Schuhknecht (je 1), Konrad. Alle Artikel von Handball