Bundesliga | Gert Adolphi | 19.09.14

Ein Schnitt von 600 Zuschauern wäre in Ordnung

88-Vorsitzender Tolga Sancaktaroglu über den erzwungenen Umzug der Bundesligaringer von Mombach nach Laubenheim.
Freut sich nicht über den Umzug nach Laubenheim, will aber auch nicht jammern: Tolga Sancaktaroglu (r.), Vorsitzender des ASV Mainz 88.
Freut sich nicht über den Umzug nach Laubenheim, will aber auch nicht jammern: Tolga Sancaktaroglu (r.), Vorsitzender des ASV Mainz 88. | Eva Willwacher

Mainz. Mit einem Schnitt von 600 Zuschauern in den sechs Heimkämpfen der Hauptrunde käme der ASV Mainz 88 in der am Samstag beginnenden Saison der Ringen-Bundesliga gut zurecht. In der Endrunde will der Verein noch ein Zubrot draufsatteln. „Zielvorgabe ist das Erreichen der Play-offs“, sagt Vorsitzender Tolga Sancaktaroglu vor dem Heimkampf gegen den AC Lichtenfels. „Wir wären mit dem Viertelfinale zufrieden. Je weiter wir kommen, desto entspannter sind wir. Allerdings haben auch andere Mannschaften das Ziel Play-offs.“

Der Verkauf von Eintrittskarten macht nur einen Teil der Saisondeckung aus. Und nicht den größten. „Die Zuschauereinnahmen spielen eine untergeordnete Rolle“, sagt Sancaktaroglu. „Die Finanzierung verschiebt sich in Richtung Sponsoren.“ Die 88er haben mit ihren Geldgebern leistungsbezogene Verträge. Je weiter sie in der Endrunde kommen, desto mehr Geld fließt. Auch aus diesem Grund ist der sportliche Erfolg wichtig.

Tribünen sind etwas kleiner

Der Umzug ins Sportzentrum Laubenheimer Ried, der durch den Wasserschaden in der Mombacher Sporthalle „Am Großen Sand“ erzwungen wurde, kann die Finanzsituation beeinflussen. „Es ist ein Nachteil, weil wir in Mombach im gewohnten Umfeld sehr gut zurechtkamen“, sagt der Vorsitzende. „Die Banner der Sponsoren sind in Laubenheim nicht so einfach anzubringen. Von den Sponsoren aber sind wir finanziell abhängig. Doch da hilft kein Lamentieren. Wir sind froh, dass wir anderweitig Ersatz gefunden haben.“

Die Zuschauerkapazität in Laubenheim ist um etwa 200 Plätze geringer; die Tribünen sind ähnlich aufgebaut, aber etwas kleiner. Dieses Manko wollen die 88er mit der Aufstellung von Stuhlreihen kompensieren. Im Auftaktkampf gegen den AC Lichtenfels spielt das geringere Hallenvolumen allerdings noch keine Rolle. „Wir werden eher in den Spitzenkämpfen gegen die RWG Mömbris/Königshofen und den KSV Köllerbach Probleme bekommen“, sagt Sancaktaroglu.

Dass die Zuschauer die neue Arena nicht annehmen, glaubt der Vorsitzende nicht: „Ich denke, dass ein paar alteingesessene Mombacher den Weg nach Laubenheim nicht finden. Dafür werden ein paar Laubenheimer dazukommen. Wir sind gespannt auf die neue Atmosphäre.“

 

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