Oberliga | Peter H. Eisenhuth | 04.10.15

Drei Matchbälle vergeben

Der TSV Schott Mainz lässt bei Röchling Völklingen zu viele Topchancen aus und verliert mit 0:1.
Zum Haareraufen: Ali Kayhan Cakici sah zwar ein Spiel seiner Elf, das ihn sehr begeisterte, haderte aber auch mit der Chancenverwertung.
Zum Haareraufen: Ali Kayhan Cakici sah zwar ein Spiel seiner Elf, das ihn sehr begeisterte, haderte aber auch mit der Chancenverwertung. | Archiv/Eisenhuth

Völklingen. Lang genug wachsen lassen hat Ali Kayhan Cakici seine Haare inzwischen ja, um sie bei Bedarf ausgiebig zu raufen. Am Samstagnachmittag konnte der Trainer des TSV Schott Mainz dies tun – bei der 0:1 (0:0)-Niederlage bei Röchling Völklingen gab es diverse Szenen, die den Griff zum lockigen Haupt provozierten.

„Wir haben so ein gutes Spiel gemacht“, sagte Cakici, „das war alles top, das lief sehr gut. Leider haben wir in der ersten Halbzeit zwei riesen Chancen nicht genutzt.“ Ein Tor, vermutete der Trainer, hätte schon genügt, um die Partie nicht nur zu dominieren, sondern auch zu gewinnen.

Einwurf leitet Gegentor ein

Die erste dieser Topgelegenheiten bot sich Vincenzo Bilotta. Nach einer schnellen Kombination über vier Stationen dribbelte der Mittelfeldspieler durch die Abwehr und am Völklinger Keeper vorbei, schoss den Ball dann aber nur gegen den Pfosten. Der nächste Angriff lief über Patrick Huth und Srdjan Baljak, dessen Flanke landete bei Can Özer, doch der scheiterte am Torwart. Drei Minuten nach der Pause verpasste nach Özer-Vorarbeit erneut Bilotta, diesmal aus vier Metern, die mögliche Führung. „Das waren drei Matchbälle, die wir vergeben habe“, klagte Cakici, „dem Gegner hat ein einziger Matchball genügt. Weil wir in diesen 90 Minuten einmal geschlafen haben.“ Nach einem weiten Einwurf und einer Kopfballverlängerung schoss Pascal Stelletta den Ball ins lange Eck (51.).

Für Yannick Rinker war das Spiel nach einer Stunde beendet, der Schiedsrichter wollte es so. Der Schott-Innenverteidiger sah die Rote Karte wegen Meckerns. „Rinker hat sich beschwert, weil der Schiri bei einem Völklinger Angriff gleich zwei klare Foulspiele nicht geahndet hat“, berichtete Cakici. „Rot war in dieser Situation völlig überzogen.“

Cakici ärgerte sich über die Niederlage, erfreute sich aber am spielerischen Auftritt seines Teams. „Bei uns steht die Entwicklung im Vordergrund, und da geht die Post ab, die Mannschaft macht brutale Fortschritte. Diesen Weg wollen wir fortsetzen.“ Und in den beiden bevorstehenden Heimspielen dann auch wieder punkten.

TSV Schott Mainz: Manthe – Senftleben (58. Günes), Doymus, Rinker, Heizmann (67.Kühn) – Huth, Bilotta, Sakai (81. Sinanovic), Schlosser – Özer, Baljak.

 

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