Peter H. Eisenhuth / Guido Steinacker | 11.09.26 „Dort“ ist jetzt woanders Die U23 des FSV Mainz 05 tritt beim Vizemeister an. Der SV Gonsenheim will beim Tabellenletzten nachlegen. Der FC Basara muss nach Baumholder. Und die TuS Marienborn bekommt es mit dem bislang anscheinend stärksten Gegner zu tun. Die Vorschau auf das Fußballwochenende in Regional-, Ober- und Verbandsliga. Konstantin Burger und die U23 fahren am Samstag nach Heilbronn. | Bernd Eßling Regionalliga FSV Mainz 05 II: Zum amtierenden Vizemeister geht es, „und dort haben wir immer gut ausgesehen“, sagt Benjamin Hoffmann. Allerdings ist „dort“ seit Neuestem woanders. Der Sport- und Gesangverein Freiberg nämlich hat sich inzwischen in SGV Heilbronn-Freiberg umbenannt und ist in die größere Stadt am Neckar umgezogen. Um erneut oben anzugreifen und nach Möglichkeit einen Platz weiter vorne zu landen, haben sich die Württemberger mit etlichen zweit-, dritt- und regionalligaerfahrenen Leuten verstärkt, darunter die Minos Gouras (früher 1.FC Saarbrücken und Waldhof Mannheim), Justin Steinkötter (Saarbrücken, 1860 München) und Jeremias Lorch (Großaspach, Wehen Wiesbaden, Viktoria Köln, Alemannia Aachen). „Aber wir wissen, dass wir gegen die guten Mannschaften bestehen können.“ Mit Petö und Mustapha Der U-23-Trainer wird auf zwei ehemalige Schützlinge treffen: Leon Petö ist Kapitän der SGV, und Marlon Mustapha die jüngste Nachverpflichtung. Der österreichische Stürmer war Stammspieler in der Mainzer U19 und U23 und stand vor vier Jahren an der Schwelle zum Bundesligaprofi – bis ihn nach sechs Einsätzen ein Kompartmentsyndrom zu einer mehrmonatigen Pause zwang. Como 1907, Fortuna Düsseldorf, Greuther Fürth und der SCR Altach waren die nächsten Stationen, jetzt ist Mustapha zurück in der Regionalliga. Bei den 05ern verlängert Tebo Gabriel ohnehin lange Ausfallliste. Der offensive Mittelfeldspieler sah am Mittwochabend in der Schlussphase nach zwei ähnlichen Fouls binnen einer Minute die Gelb-Rote Karte. Samstag, 14 Uhr. Oberliga SV Gonsenheim: Viel Luft verschafft hat sich Luka Vannis Team mit dem 4:0 gegen den FV Diefflen am Mittwoch nicht, immerhin aber reichten die Punkte sieben bis neun, um die potenziellen Abstiegsplätze zu verlassen. Danach gab der Trainer zwei Tage frei, bevor es in die Vorbereitung auf die nächste Aufgabe ging. „Das ist ein genauso wichtiges Spiel“, befindet Torwart Paul Simon vor der Partie bei den Sportfreunden Eisbachtal. Die waren vorige Saison lange Zeit ein direkter Konkurrent der Gonsenheimer im Kampf um den Klassenverbleib und stehen gerade noch schlechter da: Ein 2:2 gegen die SV Elversberg II bescherte den Westerwäldern ihren bislang einzigen Punkt, damit sind sie Tabellenletzter. „Direkt drei Punkte nachzulegen, wäre viel wert“, sagt Simon. Nicht nur, um erneut den einen oder anderen Tabellenplatz gutzumachen, sondern „auch als Grundlage fürs Derby“ – das Duell mit dem TSV Schott steigt am nächsten Donnerstag (20 Uhr) an der Kapellenstraße. Samstag, 16 Uhr. TSV Schott Mainz: → Druck machen und Tempo hochhalten. Verbandsliga FC Basara Mainz: Mit den vier Zählern aus dem den Heimspielen ohne Gegentor gegen den TuS Hohenecken (0:0) und den SC Idar-Oberstein (3:0) verlief die englische Woche leidlich erfolgreich. Andreas Mayer zeigte sich mit der Ausbeute zufrieden, die Verteilung hatte er allerdings anders erwartet. Gegen tiefstehende Gegner wie die Hohenecker tut seine Mannschaft sich offensichtlich schwer, hochkarätige Chancen zu erarbeiten. Wenn es doch mal klappt, ist die Überraschung so groß, dass die Abschlüsse das Tor nicht finden. Der VfR Baumholder, nach dem Absturz aus der Oberliga als Landesligameister zurückgekehrt und am Samstag Gastgeber des FCB, wird vermutlich ebenfalls eine passive Rolle einnehmen wollen, nachdem diese Herangehensweise am Mittwoch beim 4:1 gegen die TuS Marienborn so gut funktioniert hatte. Wenn Basara sich auf dem frisch eroberten dritten Tabellenplatz festbeißen will, muss Trainer Shinji Okazaki einen Weg finden, wie seine Offensive auch gegen das Tor verrammelnde Mannschaften zu Abschlüssen findet. Die kurzen Pässe müssen im engen Raum genauer kommen, beim torlosen Unentschieden mangelte es aber auch an Versuchen, die Lösung über das Kopfballspiel zu suchen. Samstag, 18 Uhr. TuS Marienborn: Zwei Mainzer Mannschaften auf dem ersten und dritten Tabellenplatz: Das gab es in dieser Liga noch nie. An der Topposition von Timm Beltz änderte auch die erste Saisonniederlage, das 1:4 am Mittwoch in Baumholder nichts – was wiederum ohne Einfluss auf seine Einschätzung der Lage bleibt. „Ganz oben zu stehen, sieht schön aus, hat aber nichts zu bedeuten“, sagt der Trainer. „Gegen die ganzen wirklich starken Gegner müssen wir ja erst noch ran.“ Arminia Ludwigshafen ist, orientiert man sich am Tableau, der am höchsten einzuschätzende Konkurrent, mit dem die TuS es zu tun bekommt. In dem dicht gedrängten Feld, in dem die Marienborner vom elftplatzierten VfR Baumholder lediglich drei Punkte trennen, nehmen die Pfälzer den siebten Rang an, zwei Zähler hinter der Spitze zurück. Belz setzt auch am Sonntag wieder auf die positive Dynamik in seinem Kader und die Bereitschaft der Akteure, für jene in Vorleistung zu treten, die gerade nicht dabei sind. „In Mannschaften, in denen es nicht läuft, ist es ja oft so, dass Spieler, die nach Verletzung oder Urlaub zurückkommen, das Team retten sollen. Bei uns wollen diejenigen, die auf dem Platz stehen, so gute Vorarbeit leisten, dass andere bei ihrem Comeback nicht unter Druck stehen.“ Anstoß: 15.30 Uhr. Alle Artikel von Fußball (Amateure)