Regionalliga | phe | 11.07.17

China-Kick für guten Zweck

U23 des FSV Mainz 05 will mit den Einnahmen aus dem Testspiel den Mainzer Amateurfußball unterstützen.

Mainz. Etwas verwirrend waren die Nachrichten schon: Am Dienstagabend meldete das Fachmagazin „kicker“, die U23 des FSV Mainz 05 sei eine von vier Mannschaften, die in der bevorstehenden Regionalligasaison nicht gegen die der Liga außer Konkurrenz zugeordnete chinesische Olympiamannschaft antreten wolle. Tatsächlich hatten sich die 05-Verantwortlichen zunächst so entschieden und dies auch bei der Managertagung der Südweststaffel in Walldorf kundgetan.

Einige Stunden später aber teilte der Klub in einer Pressemitteilung eine neue Entscheidung mit. Demnach wird die Zweite Mannschaft gegen die U20 aus China spielen, die Antrittsprämie von voraussichtlich 7500 Euro aber an Mainzer Amateurvereine spenden.

„Grundsätzlich sehen wir diese Erweiterung der spielbetrieblichen Abläufe in der Regionalliga Südwest kritisch“, sagt 05-Sportvorstand Rouven Schröder. „Und da die Partie gegen die chinesische U-20-Nationalmannschaft kein Pflichtspiel ist, besteht für uns auch kein Teilnahmezwang. Dennoch möchten wir das Testspiel nutzen – und zwar dafür, den Fußball in unserer Region zu unterstützen.“

Ohnehin findet die Beteiligung der Chinesen nicht mehr in der ursprünglichen Form statt. Die Gastelf wird nicht schon am ersten Spieltag, sondern erst mit Rückrundenbeginn ein den (Test-)Spielbetrieb einsteigen; erster Gegner bleibt aber der TSV Schott Mainz. Drei Vereine haben laut „kicker“ bislang erklärt, nicht mitzuspielen: Waldhof Mannheim, die TuS Koblenz und die Stuttgarter Kickers. Der 1.FC Saarbrücken hat sich Bedenkzeit bis Mittwochnachmittag erbeten.

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