Bundesliga | Peter H. Eisenhuth | 16.03.17

Berenhardt wird Nackenheimer

Der Deutsche Meister von 2015 wechselt vom ASV Mainz 88 zum Aufsteiger.
Geht künftig für Alemannia Nackenheim auf die Matte: Wladimir Berenhardt.
Geht künftig für Alemannia Nackenheim auf die Matte: Wladimir Berenhardt. | Eva Willwacher

Nackenheim. Wladimir Berenhardt will es noch einmal wissen. Der Greco-Ringer des ASV Mainz 88 wechselt zum Lokalkonkurrenten SV Alemannia Nackenheim.

Der 32-Jährige spielte in der vergangenen Saison keine große Rolle mehr bei den 88ern; im Leichtgewicht verdrängten Konstantin Stas und Daniel Meiser den Routinier. Vor der Runde hatten die Mainzer angekündigt, dass sie Berenhardt das Gewichtmachen ersparen und ihn überwiegend im Weltergewicht einsetzen wollten. Doch in der Bundesliga bestritt der Athlet keinen einzigen Kampf mehr. Auch in der Zweiten Mannschaft ging Berenhardt nur in fünf Zweitligabegegnungen im 75-Kilo-Limit auf die Matte. Zwei Siegen standen drei Niederlagen gegenüber.

2014 aus Schifferstadt gekommen

Die Saison 2015/16 war für Berenhardt unerfreulich verlaufen. Mitte Mai war er zwar in Aschaffenburg in einem Feld von 26 Athleten Deutscher Meister im Leichtgewicht geworden, doch als im September die Runde begann, war der Faden komplett gerissen: Zehn Kämpfe bestritt Berenhardt – und gewann nicht einen. Dabei waren unter seinen Gegnern auch etliche Deutsche. Das war der Grund, warum die 88er ihn ins Weltergewicht aufrücken lassen wollten.

Berenhardt war 2014 vom VfK Schifferstadt nach Mainz gekommen. In seiner ersten Saison für die 88er gehörte er zu den Aktivposten und gewann in der Vorrunde sieben von zwölf Kämpfen. In den Play-offs kamen keine weiteren Erfolge dazu.

Die 88er werden Berenhardts Abgang verschmerzen können. Den Nackenheimern, die als Bundesliga-Aufsteiger weniger große Ambitionen haben, kann der 32-Jährige möglicherweise noch weiterhelfen.

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