Verbandsliga | Guido Steinacker | 08.03.26

Ein Tor könnte reichen

Im Montagabendspiel der Verbandsliga versucht der Tabellenletzte VfB Bodenheim gegen den Fünften Alemannia Waldalgesheim neuen Mut für den Kampf gegen den drohenden Abstieg zu schöpfen. Für Trainer Marco Streker wird es das Debüt am Guckenberg.

Bodenheim. Der VfB Bodenheim ist längst nicht mehr in der Situation, den Fokus ganz sachlich auf eine realistische Analyse des nächsten Gegners in der Verbandsliga zu legen. Siege müssen her, da kann der Tabellenletzte, auch wenn der Gegner wie am Montagabend (19.30 Uhr) Alemannia Waldalgesheim heißt, lediglich drei Punkte als Vorgabe raushauen.

Da scheut sich Trainer Marco Streker auch nicht vor, zumal er persönlich am Guckenberg ein erfolgreiches Pflichtspieldebüt mit dem VfB abliefern möchte. Den in der gesamten Saison erst dreimal unterlegenen Tabellenfünften – nur in Mechtersheim, Herxheim und gegen die TuS Marienborn reichte es nicht zum Punkten – Niederlage Nummer vier beibringen zu wollen, klingt erst einmal sehr ambitioniert. Vermutlich wird beim VfB auch niemand meckern, wenn es am Ende ein Unentschieden wird.

Defensivkünstler der Liga

Was Streker Hoffnung gibt, einen Ansatz zu finden zum Sieg ist der Minimalismus der Alemannia. Die 32 Tore sind alles andere als ein Spitzenwert in der Liga, aber das können die Waldalgesheimer sich leisten. Sind sie doch mit ihren gerade 20 Gegentoren die Defensivkünstler der Liga – die Bodenheimer haben zweieinhalb Mal so viele Gegentreffer zugelassen, sechs Vereine selbst aus dem Tabellenbereich der Alemannia noch mehr.

„Es ist eben der Melunovic-Fußball“, sagt Streker. „Sie spielen sehr diszipliniert und konzentrieren sich sehr auf die Zweiten Bälle.“ Es brauche gegen eine so aufgestellte Mannschaft aber manchmal nur eines einzigen Fehlers, um etwas Zählbares herauszuholen, denn dass sein Team eine Führung durchbringen könnte, davon ist der Trainer überzeugt.

Melunovic muss sich in Bodenheim allerdings von seinem Kotrainer Sascha Witt vertreten lassen, was an der Spielweise freilich nichts ändern wird. Allerdings miss sich der Tabellenfünfte auf den eher ungewohnten Kunstrasen einstellen. Das Hinrundenspiel gewann die Alemannia nach Treffern von Marlon Pira (27.) und Mahdi Mehnatgir (73.). Im Training befasste Streker sich nicht näher mit den Abläufen der Waldalgesheimer, sondern mit den eigenen Plänen. Das Geschehen im 16er, in der defensiven wie offensiven Rolle, stand dabei im Mittelpunkt.

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