Oberliga | Peter H. Eisenhuth | 26.09.15

Bequem und satt geworden

SVG-Kotrainer Babak Keyhanfar kritisiert vor dem Oberligaspiel gegen den FSV Salmrohr die Einstellung seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen.

Gonsenheim. Dankbare Aufgaben sehen anders aus. Eigentlich, das vermittelt der Blick auf die Tabelle der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, kann sich der SV Gonsenheim am Sonntag fast nur blamieren. Als Tabellendritter mit 17 Punkten empfangen die Mainzer am Sonntag den FSV Salmrohr – der alle seine bisherigen Meisterschaftsspiele verloren hat und nur dank des Torverhältnisses nicht auf dem letzten Platz steht (Anstoß: 15 Uhr). Babak Keyhanfar ist dennoch zurückhaltend: „Gegen Zweibrücken würde ich der Aussage zustimmen, aber gegen Salmrohr wird es nicht so einfach, wie es aussieht“, sagt der Gonsenheimer Kotrainer.

Diese Einschätzung liegt nur zum Teil darin begründet, dass die Gäste in den vergangenen Wochen einige Male besser gewesen seien als ihre Gegner und nur mit Pech leer ausgegangen seien. „Aber irgendwann kommt das Glück zurück. Und Paul Linz ist nicht umsonst immer noch im Amt“, sagt Keyhanfar. „Er ist ein erfahrener Trainer, der schon viele schwierige Situationen gelöst hat. Wenn er der Meinung wäre, die Sache sei aussichtslos, würde er zurücktreten.“

Was Keyhanfar mehr Sorge bereitet als der Salmrohrer Leistungsaufschwung, sind die Auftritte der eigenen Mannschaft in den jüngsten Wochen. Angefangen mit dem 1:1 in Wirges habe das Team kein gutes Spiel mehr gemacht, sagt er. Die 2:3-Niederlage im Pokalspiel beim Landesligisten SG Meisenheim/Desloch-Jeckenbach am Mittwoch sei das i-Tüpfelchen auf all dem gewesen. „Wir befinden uns in einem Prozess, in dem Bequemlichkeit und Sattheit eingekehrt sind. Wenn wir das am Sonntag fortsetzen, werden wir auch gegen Salmrohr verlieren. Gewinnen können wir nur, wenn wir gut sind und wieder zu unseren Tugenden finden: Teamgeist, Kampfgeist, Laufbereitschaft.“

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