Oberliga Damen | Guido Steinacker | 31.03.14

Begeistert von der Torfreude der Gegnerinnen

Da gab es nichts zu tun für Handball-Oberligist FSV Mainz 05 II, außer den Ball durch die Reihen zu spielen und irgendwann abzuschließen. Das Tabellenschlusslicht HSG Kastellaun/Simmern war beim 37:13 (20:4)-Sieg der 05erinnen nicht ansatzweise ein gleichwertiger Gegner des ersatzgeschwächten Mainzer Teams.

Mainz. Der Gegner konnte von Beginn an nicht mithalten – und genau so etwas hatte Handball-Oberligist FSV Mainz 05 II nach den anstrengenden jüngsten Wochen gegen die stärkeren Teams der Liga dringend gebraucht. „Es war gut, ein Spiel zu bekommen, in dem wir einfach mit Spaß Handball spielen können“, sagt Trainerin Nikoletta Humm. Das kam beim 37:13 (20:4) über den Tabellenlette HSG Kastellaun/Simmern wahrlich nicht zu kurz, vor allem für die Spielerinnen, die sonst nicht soviel Einsatzzeiten beim Tabellendritten bekommen. Besonders Svenja Gallon nutzte dies um ihr Torkonto ordentlich aufzufüllen.

Es spielte keine entscheidende Rolle, dass neben der verletzten Haupttorschützin Selina Adeberg diesmal auch Julia Ophoff und Xenja Klug wegen Krankheit absagen mussten, Katrin Feldmann war mit dem Zweitligateam unterwegs. Humm wollte sowieso viel durchwechseln. „Natürlich habe ich der Mannschaft gesagt, dass wir den Gegner ernst nehmen müssen“, betonte die Trainerin. Ihr gefiel, dass die chancenlosen Gäste trotz der Aussichtslosigkeit des Unterfangens alles probierten. „Sie haben sich über jeden Treffer sehr gefreut, das ist ein gutes Vorbild für alle.“

Eine etwas zu hohe Quote an technischen Fehlern könnte man als Schwachpunkt des Mainzer Teams anführen, das macht bei der Konsequenz von vier Gegentreffern in der ersten Halbzeit aber nicht allzu viel Sinn.

FSV Mainz 05 II: Schäfer – Bauer, Gallon (je 8), Leichthammer (5), Dankwardt, Völker (je 4),K. Simon, Kleinjung (je 2), Andrikopoulou, Tomaschek (je 1).

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