Landesliga | Guido Steinacker | 19.10.15

Zu jedem Törchen sein Histörchen

Fußball-Landesligist TSG Bretzenheim 46 hat beim SV Rülzheim mit dem 0:5 (0:3) die höchste Saisonniederlage kassiert. Der Abstand zum gesicherten Tabellenbereich wächst allmählich an.

Rülzheim.  Nicht immer muss das wahre Leistungsbild einer Mannschaft so katastrophal ausfallen wie eine hohe Niederlage nahelegt. Nun wäre zwar auch bei diesem 0:5 (0:3) der TSG Bretzenheim 46 im Landesliga-Auswärtsspiel beim SV Rülzheim sicher noch die eine oder andere Situation unter Pech abzuhaken – dazu gleich mehr. Aber Timo Schmidt muss doch bekennen, dass es schon in Ordnung ging, dass seine Mannschaft nicht mit einem knappen Ergebnis davonkam beim starken, neuen Tabellenzweiten.

„Wie wir unsere Gegentore kassieren, das ist einfach eine Katastrophe“, betont der Trainer. Zu jedem Törchen sein Histörchen, heißt das. Gegentor eins ging ein Einwurf voraus, der leicht zu verteidigen gewesen wäre (0:1, 7.) Pascal Boudgoust brachte den SVR in Führung. Das Eigentor von Kapitän Christopher Brüschke fällt automatisch in die Kategorie „dumm gelaufen“ (0:2, 22.).

Ganz deprimierend das 0:3, der mit einem Sololauf eines Rülzheimers an der Mittellinie begann und von den Bretzenheimern über 30 Meter begleitet wurde. Als der Spieler im Strafraum angekommen war, folgte prompt das Bretzenheimer Foul und der Strafstoß zum 0:3 durch Milot Berisha (42.).

Die einzige gute Chance ausgelassen

Bei solch einem starken Gegner schien es nahezu ausgeschlossen, dass die TSG in diese Partie noch einmal zurückkommen und ausgleichen könnte. Die einzige Großchance zum möglichen 1:1 hatte Patric Komforth in der ersten Halbzeit ausgelassen, mit viel mehr war auch in der zweiten Halbzeit nicht zu rechnen. Schmidt stellte eine Idee offensiver, aus drei Sechsern im 4-3-2-1 wurde ein 4-2-3-1, alle Ketten rückten zudem etwas nach vorne.

Ein Problem blieb die zu schlecht verteidigte Außenbahn der Rülzheimer, stets drohte von dieser Seite Gefahr. Beim 0:4 durch Marco Krucker (57.) passte die TSG allerdings bei einem Freistoß nicht auf, das 0:5 von Jesko Pfister (87.) tat nicht mehr viel zur Sache. „Vor dem gegnerischen Tor ist das einfach zu harmlos“, war Schmidt mit seiner Offensive mindestens so unzufrieden wie mit der Defensive. „Das waren auch heute wieder zu viele Ausfälle.“

 

TSG Bretzenheim: Wölfelschneider - Acker, Etteldorf, Brüschke, Szep – Komforth, Lang (74. Rentschler), Grundei - Peters (46. Werz), Pierrets - Köberich (70. Wrobel).

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