Landesliga | Guido Steinacker | 19.10.15

90 Minuten lang war alles in Ordnung

Erst war die TSG Hechtsheim beim BSC Oppau auf einem guten Weg zu drei sicheren Punkten. Doch das Spiel dauerte deutlich länger als 90 Minuten. Zu lange für die TSG.

Oppau. Dass ein Spiel immer 90 Minuten dauert, ist nur eine sehr grobe Angabe. Stimmte sie exakt, hätte Fußball-Landesligist TSG Hechtsheim jetzt zwei Punkte mehr auf dem Konto und hielte den zweiten Platz in der Tabelle. Doch Gastgeber BSC Oppau hatte in der vorletzten Minute und in der Nachspielzeit noch zwei Treffer auf Lager, und so endete das Gastspiel der Hechtsheimer beim Aufsteiger 2:2 (2:0).

„Wir haben in der zweiten Halbzeit wieder das Fußballspielen eingestellt und nur noch Fehlpässe produziert, weil wir glaubten, das Spiel sei schon gewonnen“, sagte Trainer Tobias Rieger. Streng genommen war das nicht einmal falsch, denn in einer dominierten ersten Hälfte, in der seine Mannschaft die Oppauer schon beim Spielaufbau zu stören verstand, gelangen der TSG scheinbar spielend zwei beruhigende Treffer durch Ljubo Dragun (10.) und Davin Dzaka (40.).

Oppauer wurden immer stärker

„Wir haben unsere Chancen bekommen und unsere Tore gemacht“, war Rieger soweit zufrieden. „Eine erfahrenere Mannschaft spielt das dann locker runter.“ Die Hechtsheimer merkten gar nicht so recht, dass die Oppauer immer stärker auf den Anschlusstreffer drängten. In der 78. Minute schienen sie bereits am Ziel - doch ihren ersten Foulelfmeter verschossen die Gastgeber.

Kämpferisch war die TSG zwar durchaus noch präsent, doch konstruktiv war im eigenen Spiel nicht mehr viel. In der Schlusssequenz der regulären Spielzeit bekamen die Oppauer ihren zweiten Strafstoß, und diesmal nutzte Jan-Michael Drese die Chance zum 1:2 (89.).

Damit brach die große Hektik aus, fünf Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt, Ermutigung für die Gastgeber. Und auch, wenn Rieger durch zwei Auswechslungen der Spielzeit beim Ablaufen helfen wollte, schlug Dominique Golab ganz am Ende noch einmal zu und erzielte den Ausgleich. „Immerhin wieder einen Punkt auf einem Naturrasenplatz geholt“, tröstet sich Rieger. Stimmt nun auch irgendwie.

TSG Hechtsheim: Everding - Jennerke, Bergmann, Dragun, Erdogan – Frea, Idzan, Akinci, Borowski (90.+3. Yesilyurt) - Dzaka (90.+4 Greiner), Ouachchen (83. Mader).

 

 

 

 

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