Bundesliga | Peter H. Eisenhuth | 27.07.26

Die Beine werden schwer bleiben

NEUES AUS DEM BRIXENTAL | Bis Mittwoch nächster Woche verlagern sich die Profis des FSV Mainz 05 nach Tirol. Zum dritten Mal hintereinander logiert der zunächst 28 Spieler umfassende Tross in Hopfgarten-Markt, das Training findet im 15 Autominuten entfernten Wörgl statt. Hinzu kommen zwei Testspiele. SPORTAUSMAINZ.de wird von dort berichten.
Betreten verboten! Doch nach Onsider-Informationen wird die Platzsperre in Wörgl am Dienstag aufgehoben.
Betreten verboten! Doch nach Onsider-Informationen wird die Platzsperre in Wörgl am Dienstag aufgehoben. | Peter H. Eisenhuth

Aus dem Trainingslager des FSV Mainz 05 berichten 

Peter H. Eisenhuth und Oliver Nieder.

 

Hopfgarten. Besonders viel Mühe haben sich die Wettermacher für den Tag der Ankunft des FSV Mainz 05 in Hopfgarten-Markt nicht gegeben. Am Montag wechselten sich am Himmel vor allem dunkle Wolken und geöffnete Wolken ab – allerdings regnete es meist nicht allzu lange. Und klar: Die Natur braucht das Nass auch im Brixental, nicht zuletzt der Stadionrasen in Wörgl, der zu Wochenbeginn noch gesperrt war, aber den Bundesligakickern in den nächsten Tagen als aus dem vorigen Jahr vertraute Arbeitsgrundlage dienen wird.

28 Spieler gehören zu dem Tross, der am Nachmittag im Sportresort Hohe Salve eincheckte. Außer dem noch an den Folgen seines Schien- und Wadenbeinbruchs laborierenden Silas Katompa Mvumpa sind alle derzeit verfügbaren Profis im Brixental dabei. „Silas kann sein Programm in Mainz besser absolvieren als im Trainingslager“, sagt Urs Fischer.

Die U-23- beziehungsweise U-19-Spieler Louis Babatz, Luke Gauer, Daniel Imafidon, Taiyu Yamasaki, Jeremiah Debrah, Alynho Haidara und Rael Nakuzola ergänzen das Aufgebot, das Trainer Urs Fischer von Beginn an zur Verfügung steht.

Nur Widmer kommt nicht

Im Laufe der Woche wird die Gruppe anwachsen, da die Nationalspieler Nadiem Amiri, Jae-sung Lee, Phillipp Mwene und Kaishu Sano aus dem Urlaub zurückkommen. Eine Ausnahme bildet Silvan Widmer: Der Schweizer, der mit seiner Nationalmannschaft ins WM-Viertelfinale vorgestoßen ist, steigt erst am 6. August wieder ein.

Hingegen wird Alexander Schwolow seine neuen Mannschaftskameraden noch während des Trainingslagers kennenlernen. Zuvor steht auf dem Programm des neuverpflichteten Torwarts noch das Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation mit dem schottischen Vizemeister Heart of Midlothian gegen Sturm Graz (mit dem dorthin verliehenen Nelson Weiper.

„In der Liga bekommst du nichts geschenkt“

Urs Fischer plant pro Tag eine Einheit auf dem Platz, kommt eine zweite hinzu, soll es teilweise um Kraft und teils um aktive Regeneration gehen. „Wir versuchen ein bisschen zu switchen“, sagt er. Weg von der ganz hohen Belastung hin zu mehr Explosivität und Spritzigkeit. „Aber ich bin mir sicher, dass die Jungs am Freitag und Samstag schwere Beine haben werden.“

An diesen beiden Tagen stehen die Testspiele gegen Shabab Al Ahli aus Dubai in Kufstein und den italienischen Erstligisten Udinese Calcio in Mittersill an. Rücksicht in der Trainingsgestaltung wird der Coach darauf nicht nehmen. „Wenn du in der Bundesliga bestehen willst, bekommst du das nicht geschenkt“, sagt er, „dafür musst du schon etwas Aufwand betreiben.“

Dass die Partien im Unterschied zu früheren Trainingslagern an zwei aufeinanderfolgenden Tagen stattfinden, ist kein Zufall, sondern gewollt. „Alle Spieler sollen möglichst 90 Minuten bekommen, und ich möchte, dass alle in etwa die gleichen Voraussetzungen haben“, sagt Fischer. „Je nachdem, ob sie spielen oder nicht, absolvieren sie dann ein individuelles Trainingsprogramm.“

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Für SPORTAUSMAINZ.de im 05-Trainingslager: Peter H. Eisenhuth (l.) und Oliver Nieder.
Für SPORTAUSMAINZ.de im 05-Trainingslager: Peter H. Eisenhuth (l.) und Oliver Nieder. | Peter H. Eisenhuth
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