Bundesliga | Peter H. Eisenhuth | 02.12.2015

05-Arena bekommt einen neuen Namen...

...aber welchen, ist noch offen: Coface beendet das Namensrechte-Sponsoring nach acht Jahren am Ende der laufenden Saison.

Mainz. An einen neuen Namen des Stadions am Europakreisel müssen sich die Fans des FSV Mainz 05 noch nicht gewöhnen – doch nach der laufenden Saison wird die Spielstätte des Bundesligisten nicht mehr den Namen Coface-Arena tragen. Der internationale Kreditversicherer habe entschieden, „den Sponsoring-Vertrag zum Naming Right der Coface-Arena nicht über die laufende Saison 2015/16 hinaus zu verlängern“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Auf gut Deutsch: Die Namensrechte sind wieder zu vergeben.

Überrascht worden sind die 05-Verantwortlichen von diesem Schritt nicht. „Die Entscheidung ist schon vor einiger Zeit gefallen“, sagt der für Marketing zuständige Geschäftsführer des Klubs, Dag Heydecker. „Wir hatten uns schon vor einigen Wochen verständigt, das zu gegebener Zeit publik zu machen.“ Was das für den Verein bedeutet? „Dass wir nach einem Namensgeber suchen, dessen Buchstaben zum 1. Juli am Stadion angebracht werden. Die Fühler nach einem möglichen neuen Partner haben wir schon ausgestreckt, aber es ist gut, dass die Sache jetzt publik ist, damit auch andere Firmen aufmerksam werden.“

Bekanntheitsgrad deutlich gesteigert

Seit 2008 gehörte das französische Unternehmen, dessen Deutschlandzentrale in Mainz sitzt, zu den 05-Sponsoren – damals noch mit Werbebanden am Bruchweg, die bereits auf die geplante neue Arena hinwiesen. „Der Name des Stadions stand ja schon fest, bevor das Loch gegraben war“, blickt Heydecker auf eine „sehr gute achtjährige Zusammenarbeit“ zurück. Diese Zusammenarbeit habe sich für beide Seiten ausgezahlt: Der Verein hatte mehr Mittel für den Stadionbau zur Verfügung, und Coface hat das Ziel, „eine größere Bekanntheit über Mainz und unser Geschäft hinaus zu erlangen, mehr als erfüllt“, wie der für Nordeuropa zuständige Regionalmanager Téva Perreau bestätigt.

Die Umfrageergebnisse einer Studie aus dem Jahr 2014 belegten den Erfolg des Projektes: Gegenüber 2010 habe sich die Bekanntheit des Namens verdoppelt. Der Werbewert habe durch weltweite Live-Übertragung einzelner Spiele teilweise im Millionenbereich gelegen. Insofern waren die schätzungsweise 1,5 bis 2 Millionen Euro, die Coface jährlich für die Namensrechte gezahlt hat, rentiert. Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, andere strategische Ziele stärker zu verfolgen und den Weg für einen anderen Namenssponsor freizumachen“, sagt Perreau.

Die Suche nach einem Nachfolger werde der Verein nicht überstürzt, sondern mit Geduld betreiben. „Gut Ding will Weile haben“, sagt Dag Heydecker, „das haben wir schon bei der Suche nach einem neuen Hauptsponsor gesehen.“ Eine Herausforderung sei es allemal, denn: „Wir sind ja nicht an einem ein- oder zweijährigen Engagement interessiert, sondern streben eine längerfristige Zusammenarbeit an.“

 

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