Peter H. Eisenhuth | 18.11.2016

Wiesner gewinnt Gold

SG-Schwimmer holt bei Kurzbahn-DM erstmals den Titel über 200 Meter Rücken.
Erstmals Deutscher Meister: Andreas Wiesner gewann in Berlin die 200 Meter Rücken.
Erstmals Deutscher Meister: Andreas Wiesner gewann in Berlin die 200 Meter Rücken. | Archiv/Eßling

Berlin. Auf der letzten Bahn fielen ihm die Züge etwas schwerer, sein erster Verfolger rückte ein wenig näher. Ernsthaft in Gefahr aber geriet Andreas Wiesner am Freitagabend nicht mehr – und gewann bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin den Titel über 200 Meter Rücken. Der erste DM-Triumph des Schwimmers der SG EWR Rheinhessen-Mainz.

„Ein schönes Rennen, ein super Erfolg für Andreas und den Verein“, kommentierte Trainer Lothar Schubert die zweite SG-Medaille, nachdem Max Ziemann am Donnerstag schon Bronze über 100 Meter Brust gewonnen hatte. Doch während dieser dritte Platz überraschend kam, ging Wiesner spätestens nach den Vorläufen als Favorit an den Start. Und in Abwesenheit des bei den Olympischen Spielen in Rio starken Siebten Christian Diener („Die letzten 50 Meter waren aua, aua, aua“), der erst am Freitag in die Wettkämpfe einsteigt, wurde er dieser Favoritenstellung gerecht.

Der Zweitplatzierte Marek Ulrich (Halle) „ist über 50 und 100 Meter sehr stark, da wird Andreas nicht an ihn herankommen“, sagte Schubert, doch auf der längeren Strecke setzte sich der Teilnehmer der Kurzbahn-EM des vorigen Jahres durch. Wiesner schlug nach 1:54,22 Minute an, Ulrich gut eine Sekunde später (1:55,24). „Vor einem Jahr ist Andreas mit einer etwas schnelleren Zeit Zweiter geworden, diesmal hat er seine Chance wahrgenommen.“ Für die Teilnahme an den Kurzbahn-Weltmeisterschaften reicht die Siegerzeit allerdings nicht; die Norm lag bei 1:51 Minute.

Keber unterstreicht Vielseitigkeit

Den Erfolg der SG Rheinhessen-Mainz komplettierte Christian Keber mit dem sechsten Platz. Einen Tag nach seinem sechsten Rang über 1500 Meter Freistil stellte Keber mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:59,69 seine Vielseitigkeit unter Beweis. „Dabei haben fünf der sieben Wenden nicht gepasst“, berichtete der Trainer, „aber er ist sehr stark und gleichmäßig geschwommen.“ Schon im Vorlauf hatte der Mainzer seine Bestmarke um knapp eine Sekunde auf 2:00,92 Minuten verbessert; dass er im Finale noch einmal nachlegen konnte, überraschte Schubert. „Andreas trainiert die 200 Rücken so gut wie gar nicht, angesichts der Belastungen über 400, 800 und 1500 Meter geht das auch gar nicht. Umso bemerkenswerter ist diese Leistung.“

Dominik Kopyto stellte als Zweitplatzierter des B-Finales über 50 Meter Schmetterling seine Bestzeit von 24,33 Sekunden ein.

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