Zweite Bundesliga | Gert Adolphi | 03.03.26

Auf dem Boden zurück

Beide Doppel und drei Fünf-Satz-Spiele verloren: Tischtennis-Zweitligist FSV Mainz 05 unterliegt bei Fortuna Passau mit 2:6.
Daniel Berzosa holte den einzigen Mainzer Punkt im vorderen Paarkreuz.
Daniel Berzosa holte den einzigen Mainzer Punkt im vorderen Paarkreuz. | Archiv/Eßling

Passau. Mit 2:6 kassierten die Tischtennisspieler des FSV Mainz 05 beim TTC Fortuna Passau ihre dritte Niederlage hintereinander. „Das war enttäuschend“, sagte Felix Schmidt-Arndt, der Trainer des Zweitligisten. „Wir haben generell nicht gut gespielt.“

Im Hauptberuf Pädagoge, vermied er es, seine Spieler mit harscher Kritik zu überschütten. Draufhauen bringe nur bedingt etwas, und dass die jungen Akteure Leistungsschwankungen unterliegen, sei normal. „Vielleicht ist die Hinrunde auch etwas zu gut für uns gelaufen, und wir sind jetzt auf den Boden zurückgeholt worden.“

Erster Knackpunkt waren die verlorenen Doppel. Nathan Lam und Sun Chia-Hung gleichen gegen Elia Schmid/Leon Benko zwar zweimal einen Satzrückstand aus, verloren den fünften Durchgang aber mit 7:11. Daniel Berzosa/Albert Vilardell gaben ihr Spiel gegen Keisuke Kiho/Viktor Yefimov mit 0:3 ab.

Belächelt, aber erfolgreich

„Damit sind wir von Beginn an einem Rückstand hinterhergelaufen“, bedauerte Schmidt-Arndt. Um wieder in die Spur zu kommen, hätten schon zwei Siege im vorderen Paarkreuz folgen müssen. Doch nur Berzosa gewann gegen Yefimov, Nathan Lam, zur Rückrunde an die zweite Position vorgerückt, unterlag dem Passauer Winterzugang Keisuke Kiho. „Den Asiaten konnte ich nicht einschätzen“, räumte der 05-Trainer ein.

In Elia Schmid lief ein weiterer TTC-Spieler unter dem Radar. Die Nummer drei sei ein unangenehmer Gegner, werde wegen seines ungewöhnlichen Spielstils oft belächelt, doch die Statistiken in den vergangenen zwei Jahren zeigten, dass er im hinteren Paarkreuz häufiger 2:0 als 1:1 spiele. Albert Vilardell hielt gegen ihn bis zum 7:7 im fünften Satz mit, geriet dann aber entscheidend mit 7:10 in Rückstand.

Suns Sieg reicht nicht

Dass seine Mannschaft sämtliche knappe Partien verlor, war für Schmidt-Arndt der zweite entscheidende Faktor der Begegnung. „Wenn du beide Doppel und alle drei Fünf-Satz-Spiele abgibst, kannst du nicht gewinnen.“ Suns Sieg gegen Leon Benko, die Nummer vier der Fortuna gewann, reichte nicht, um der Begegnung eine andere Richtung zu geben.

„Ich wusste ja, dass es nicht einfach werden würde, und die Passauer waren wirklich gut“, sagte der Mainzer Trainer. Jetzt müssten seine Leute in den nächsten Begegnungen das Glück wieder erzwingen.

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