Dritte Bundesliga | Gert Adolphi | 10.01.2015

Da lässt sich nichts hineingeheimnissen

Für die Tischtennisspieler des FSV Mainz 05 geht es gegen Drittliga-Schlusslicht TTC Wohlbach nur um die Höhe des Sieges.
Im Hinrundenspiel in Wohlbach war Ondrej Bajger nicht dabei. Beim zweiten Aufeinandertreffen am Sonntag geht es für die 05er auch darum, deutlich zu gewinnen.
Im Hinrundenspiel in Wohlbach war Ondrej Bajger nicht dabei. Beim zweiten Aufeinandertreffen am Sonntag geht es für die 05er auch darum, deutlich zu gewinnen. | Eva Willwacher

Mainz. Es gibt einfach Begegnungen, in die kann man beim besten Willen nichts hineingeheimnissen. Dafür sind die Voraussetzungen zu klar. Zum Beispiel das Tischtennis-Drittligaspiel zwischen dem FSV Mainz 05 und dem TTC Wohlbach am Sonntag (Beginn: 14 Uhr). „Dazu kann man nicht viel sagen“, stellt Benjamin Bator fest. „Da muss ein deutlicher Sieg herausspringen“ – der Gegner ist das Schlusslicht der Liga. Fast pflichtbewusst schiebt der 05-Spielführer noch nach: „Wir dürfen auf keinen Fall denken, wir hätten schon vorher gewonnen.“

Die Mannschaft aus dem Vogtland hat in der Hinrunde lediglich gegen den FC Bayern München gewonnen und ansonsten nur Niederlagen kassiert, darunter ein 2:6 gegen die Mainzer, obwohl diese ohne Ondrej Bajger angereist waren. Zur zweiten Saisonhälfte musste der TTC seine Mannschaft etwas umstellen. Gregor Clemens Foerster, die bisherige Nummer drei, lieferte im der Hinrunde mit 9:2 Einzeln die einzige positive Bilanz ab und rückte folgerichtig auf Position eins vor. Doch für Bator werden die Wohlbacher deswegen nicht gefährlicher. „Foerster ist für das vordere Paarkreuz zu schwach“, konstatiert er. „Selbst Jonas Christmann, der damals als Ersatz für Ondrej dabei war, hat nur in fünf Sätzen gegen ihn verloren.“

Am Selbstvertrauen arbeiten

Der Sieger der sonntäglichen Partie scheint also von vorne herein festzustehen. Die Begegnung bietet den Mainzern aber nicht nur die Möglichkeit, ihre Leistungen zu stabilisieren, sie können darüber hinaus auch an ihrem Selbstvertrauen arbeiten. Einen ersten Schritt dazu machten sie bereits beim 6:1-Erfolg über den SB Versbach, als alle Stammspieler  ungeschlagen blieben und auch kritische Situationen überstanden.

Mit jedem weiteren Sieg wächst das Zutrauen in die eigene Stärke. Deshalb zählen nicht nur die zwei Punkte, die Bator und seine Kollegen das Schlusslicht einstreichen werden, sondern auch die Deutlichkeit ihres Sieges. Ein klares Ergebnis würde den Weg bereiten, um die Rückrunde erfolgreicher zu bestreiten und vielleicht doch noch auf dem dritten Platz vorzurücken.

 

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