Oberliga | Peter H. Eisenhuth | 30.06.26 Kein Vorwurf an den Torso Mit nur zwei Stammkräften unterliegt Tennis-Oberligist TSC Mainz auch beim TC Mutterstadt. Dem 3:6 geht ein 0:6 in Ludwigshafen voraus. Ersatzmann Arda Sabokrouh gewann sein Einzel in Mutterstadt. | Archiv/Eßling Mainz. So, wie sich die Dinge entwickeln, hätte sich der TSC Mainz das Geld für seine beiden spanischen Akteure sparen können. Der am Ebersheimer Weg seit etlichen Jahren bekannte Oscar Mesquida Berg und der von ihm vermittelte Guillem Campos Perez an den Positionen zwei und eins schienen vor Beginn der Oberligasaison die einzigen Hoffnungen zu sein, die Klasse zu halten. Nach drei Spieltagen darf als sicher gelten: Daraus wird nichts. Wahrscheinlich wäre daraus auch nichts geworden, hätte der Aufsteiger sich einen Tag nach der absehbaren 0:6-Klatsche beim BASF TC Ludwigshafen 2 – der absurderweise stärker besetzt war als tags darauf im Auswärtsspiel gegen den TSV Schott – wenigstens beim TC Mutterstadt reüssiert. Doch schon ein Blick auf den „Aufstellung“ genannten Torso ließ erahnen, dass selbst diese Partie verlorengehen würde. Hatten gegen den Unterbau des Zweitligisten schon der erkrankte Felipe Damke und der in seiner luxemburgischen Heimat tätige Mats Weber gefehlt, meldete sich für sonntags auch noch Levy Müller mit Verweis auf die Hitze ab. Also trat der TSC neben den beiden Spaniern mit David Anthofer, den Brüdern Kanida und Arda Sabokrouh sowie Paul Vest an. Vest verliert im Matchtiebreak „Ich kann ihnen keinen Vorwurf machen“, kommentierte der verletzte und an diesem Wochenende wegen seines Studiums verhinderte Mannschaftskapitän Daniel Kirchner die 3:6-Niederlage. „In Topbesetzung wäre gegen Mutterstadt mehr möglich gewesen, aber alle haben gekämpft und ihr Bestes gegeben.“ Allen voran Mesquida Berg, der Boris Reckow mit 6:0, 6:1 abfertigte, und Arda Sabokrouh, der sich ebenfalls in zwei Sätzen gegen Sebastian Epstein durchsetzte. Mit etwas Glück wäre nach den Einzeln sogar ein Gleichstand möglich gewesen – hätte Paul Vest an sechster Position den Matchtiebreak gegen Adriano Quinti nicht mit 9:11 abgegeben. Zwei Heimspiele vor der Brust Daniel Anthofer kam zudem zumindest in die Nähe eines dritten Durchgangs, zog aber im Tiebreak des zweiten Satzes gegen Nicolas Mayr den Kürzeren. Den dritten Punkt sackten Mesquida / Anthofer im Doppel ein. Nach drei Spieltagen ist der TSC die einzige noch sieglose Mannschaft. Dies zu ändern, bieten sich am Samstag gegen den TuS Neunkirchen und am Sonntag (jeweils 10 Uhr) gegen den TC Gensingen theoretisch die nächsten Chancen. Anzeige Oberliga Alle Artikel von Tennis