Oberliga | Gert Adolphi | 12.09.17 Shahbazayan gewinnt auch stilartfremd Nur einen Kampf gab der ASV Mainz 88 II im Oberligavergleich mit der WKG Metternich/Rübenach/Boden ab. Weisenau. Auch ihre zweite Oberligabegegnung gewannen die Ringer des ASV Mainz 88 II deutlich. Im heimischen Athletikzentrum schlugen die 88er die WKG Metternich/Rübenach/Boden mit 29:1. „Wir sind hochzufrieden“, sagte Trainer Steven Krumbholz. Einen starken Einstand feierte Iosif Shahbazayan. In seinem ersten Kampf bei den Männern bezwang er im Greco-Federgewicht Marvin Schönbild technisch überlegen. „Ich war überrascht, weil Iosif stilartfremd gerungen hat“, sagte Krumbholz. „Ich hatte sogar gedacht, wir würden diesen Kampf vielleicht abgeben.“ Doch Shahbazayan setzte sich gegen seinen erfahreneren Kontrahenten souverän durch. Auch Trainersohn Kai Krumbholz musste sich umstellen. „Er ringt nicht so gerne im Freistil“, sagte sein Vater, „hat seinen Gegner aber ganz gut beherrscht.“ Krumbholz Junior fuhr im Leichtgewicht einen 2:0-Punktsieg ein. Drei neue Athleten eingesetzt Im Vergleich zur ersten Begegnung setzten die 88er, die über einen breiten Kader verfügen, drei neue Athleten ein. Nicht nur Shahbazayan gewann, auch Ahmed Lorsanov und Farouk Karem rechtfertigten ihre Nominierung mit einem Sieg. Lorsanov bekam es im 71-Kilo-Limit des Greco mit einem schlagbaren Gegner zu tun und zwang ihn nach 1:07 Minuten auf die Schultern. „Das war stark“, lobte der Trainer. „Das musste ja auch erst einmal gerungen werden.“ Lediglich drei Sekunden mehr benötigte Karem im Greco-Schwergewicht für das gleiche Ergebnis. Ruben Härle musste über die volle Distanz von sechs Minuten gehen. Er war von der 71- in die 75-Kilo-Klasse des Greco aufgerückt und feierte mit einem 2:0 seinen ersten Saisonsieg. Die einzige Niederlage kassierte der ehemalige Deutsche B-Jugend-Meister Batuhan Dindar, der vom Lokalkonkurrenten Alemannia Nackenheim zu den 88ern zurückgekehrt ist. „Da fehlt noch ein bisschen die Praxis“, sagte Krumbholz. „Batuhan hätte es durchaus verdient gehabt zu gewinnen.“ Mit 10:11 Wertungspunkten fiel die Entscheidung im Freistil-Weltergewicht auch äußerst knapp aus. Alle Artikel von Ringen