Bundesliga | red | 21.11.17

Nackenheimer protestieren nicht

SV Alemannia zieht den Einspruch gegen die Wertung des Bundesligakampfs gegen den ASV Mainz 88 zurück.

Nackenheim. Ringen-Bundesligist SV Alemannia Nackenheim wird seinen Protest gegen die Wertung des Kampfes gegen den ASV Mainz 88 zurückziehen. Das teilte Salvatore Barbaro, der stellvertretende Vorsitzende des Klubs am Dienstag mit.

Im Derby am Samstagabend hatte der Mainzer Gabriel Stark gegen den Nackenheimer Denis Kudla nur wenigen Sekunden nach Kampfbeginn verletzungsbedingt aufgegeben. Die Gastgeber vermuteten, dass der am Arm bandagierte Stark bereits verletzt auf die Matte gegangen war und gar nicht hätte antreten dürfen; dann allerdings hätten die 88er gegen die Vorschrift verstoßen, mindestens sechs deutsche Athleten aufzubieten. Die Alemannen sahen diese Regel unterlaufen und legten deshalb Protest ein, der im Erfolgsfall aus einer 11:25-Niederlage einen 40:0-Sieg gemacht hätte.

ASV-Trainer Davyd Bichinashvili hatte den angekündigten Protest am Samstagabend als "lächerlich" und "unseriös" bezeichnet. Die Nackenheimer Vereinsführung schätze die Wahrscheinlichkeit immer noch als sehr hoch ein, sagt hingegen Barbaro. Letztlich wolle man aber eine Diskussion in der Öffentlichkeit vermeiden, die dem Ringsport in der Region insgesamt nicht nutzen würde. Vielmehr wolle sich der SVA auf die sportlichen Herausforderungen konzentrieren, die in den nächsten Wochen anstehen. Mit dem Einzug in das Achtelfinale sei immerhin der größte Erfolg der Vereinsgeschichte erzielt worden. Das Achtelfinale findet am 2. und 9. Dezember 2017 statt. Von der Begeisterung für den Sport wolle der Klub nicht durch semijuristische Diskussionen ablenken.

Alle Artikel von Ringen