Regionalliga | Peter H. Eisenhuth | 03.01.26 Mit dünner Decke in die Rückrunde Nur ein freies Wochenende gönnt die Basketball-Regionalliga Südwest ihren Klubs. Zum ersten Spiel des neuen Jahres empfängt der ASC Mainz am Samstag (19.30 Uhr) den Tabellenführer, die Black Forest Panthers Schwenningen. Zum Jahresauftakt geht es für Genís Canal Ferrer und den ASC gegen den Meisterschaftsfavoriten aus dem Schwarzwald. | Bernd Eßling Mainz. Ihren dritten Saisonsieg hatten sie sich hart erkämpft. Umso ausgelassener war die Stimmung bei der anschließenden Weihnachtsfeier, wie Heiko Pillhofer berichtet. „Mit einem Erfolg in die kurze Pause zu gehen, hat uns natürlich gutgetan“, sagt der Kotrainer des Basketball-Regionalligisten ASC Mainz im Rückblick auf das 74:71 gegen den TV Lich zum Hinrundenabschluss. „Die Truppe hat bewiesen, dass sie auch außerhalb des Felds eine Truppe ist, und unsere Rookies mussten Gesangseinlagen darbieten.“ Sollte die Mannschaft auch an diesem Samstagabend ein paar Lieder zum Besten geben wollen, könnte der Gesang eher dünn ausfallen. Mit sonderlich großer Besetzung nämlich geht sie nicht ins erste Rückrundenspiel gegen die Black Forest Panthers aus Schwenningen. Zwar seien beim Trainingsauftakt am Neujahrstag alle Akteure fokussiert und diszipliniert bei der Sache gewesen, von Nachwirkungen der Silvesternacht keine Spur. Auftakttraining zu siebt „Aber mehr als sieben Spieler waren leider nicht in der Halle“, sagt der Kotrainer – und viel dicker wird die Personaldecke auch gegen den Tabellenführer nicht sein. In Krist-Obi Fredrick (krank) und Julian Lexa (Urlaub) fallen zwei Center aus, Nico Deetjen und Colin Sobiech nehmen mit ihrem Weiterstädter NBBL-Team an einem Turnier im schwedischen Lund teil, Fernando Barron ist mit Gattin Jordan noch auf Heimaturlaub in den USA und Felix Oppenberg wedelt über Skipisten. Der Flügelspieler, der nach der Rückkehr von einer Weltreise zuletzt auf einen Kurzeinsatz kam, könnte allerdings am Samstag zur Verfügung stehen, sagt Pillhofer, der selbst ausfällt, weil er mit Frau und Kindern zu einem einwöchigen Urlaub aufbricht. „Den hatten wir schon vor der Saison gebucht. Damals wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dass die Liga nach nur einem freien Wochenende schon wieder weitermacht.“ Kontrollieren, was zu kontrollieren ist Den Beleg für die These der Trainer Pillhofer und Alexander Heidbrink, dass ihre Mannschaft in voller Besetzung in der Lage ist, jeden Gegner zu schlagen, wird der ASC gegen den Meisterschaftsfavoriten wohl nicht erbringen können. „Ich gehe davon aus, dass die Schwenninger Profis in voller Stärke ins Theresianum kommen werden“, sagt der Assistant Coach. Was unter diesen Umständen machbar ist? „Dass wir wie in den letzten Spielen des alten Jahres wieder als Team zusammenfinden und mit der gleichen kämpferischen Einstellung auftreten wie gegen Lich.“ Das Motto der Trainer lautet stets: Kontrollieren, was zu kontrollieren ist – also den eigenen Einsatz vor allem in der Verteidigung sowie das Spieltempo. Ob das dann reichen wird, ob den in 13 Begegnungen erst einmal bezwungenen Spitzenreiter aus dem Schwarzwald erneut an den Rand einer Niederlage zu bringen wie beim 70:72 zum Saisonauftakt („Damals hatten wir sie schon auf der Schippe“) wird sich weisen. Über ein Ergebnis mag Pillhofer nicht spekulieren. „Klar ist, dass es sich sicher um kein Spiel handelt, dass wir auf dem Weg zum Klassenverbleib gewinnen müssen. Aber in jedem Fall wollen wir uns so teuer verkaufen wie möglich.“ Anzeige Alle Artikel von Basketball